In der Ruine wird’s magisch

Arbeitskreis für Musik präsentiert Operngala in Bad Hersfeld

Das Foto zeigt Eva BeYauno-Janssen vom Vorstand des Arbeitskreises für Musik und Carsten Rupp, der das Projekt Operngala in der Stiftsruine musikalisch leitet.
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Freuen sich auf die Operngala in der Stiftsruine: Eva BeYauno-Janssen vom Vorstand des Arbeitskreises für Musik und Carsten Rupp, der das Projekt musikalisch leitet.

Der Arbeitskreis für Musik präsentiert am 11. August eine Operngala in der Bad Hersfelder Stiftsruine. Der Abend steht unter dem Motto: „Von Magiern und Mythen“.

Bad Hersfeld/Niederaula – Endlich wieder gemeinsam singen – die Freude bei den Chorsängerinnen und -sängern aus ganz Hessen war groß, als sie sich am Sonntag in der Großsporthalle Niederaula mit dem gebotenen Abstand trafen, um einen ganzen Tag lang gemeinsam zu proben. Zu hören ist das Ergebnis dieser Proben bei der Operngala, zu der der Arbeitskreis für Musik (AfM) aus Bad Hersfeld am Mittwoch, 11. August, in die Stiftsruine einlädt.

Thematisch steht der Abend unter dem Motto „Von Magiern und Mythen“. Dafür hat der künstlerische Leiter Carsten Rupp ein interessantes Programm mit Werken von Dvorak, Mozart, Wagner, Bellini und anderen Komponisten zusammengestellt. Zu hören sein werden unter anderem die Arie der Königin der Nacht aus der „Zauberflöte“, Ausschnitte aus den Opern „Die Feen“ von Wagner, „Dido und Aeneas“ von Henry Purcell, Verdis „Maskenball“ sowie „Rusalka“ und „Die Teufelskäthe“ von Dvorak. Letzteres Werk sei in Deutschland kaum bekannt, es sei auch schwierig, dafür Noten zu bekommen, berichtet Rupp.

Die Virtuosi Brunenses aus Tschechien, die viele Jahre Stammgäste in Bad Hersfeld waren und jetzt den Orchesterpart der Operngala übernehmen, hätten jedoch aushelfen können, freut sich Carsten Rupp. Das Orchester wird er nächstes Wochenende bei Proben in Brünn kennenlernen. Die einzelnen Elemente der Opergala mussten sich alle Beteiligten mehr oder weniger selbstständig erarbeiten, berichtet Rupp von den Vorbereitungen in Zeiten von Corona. Er habe Material und Musikbeispiele im Internet zur Verfügung gestellt, die dann jeder für seine Vorbereitung habe nutzen können. Insgesamt werde es drei Chorproben geben.

Zum Chor gehören neben vielen Mitgliedern der Heinrich-Chöre aus Bad Hersfeld, Marburg, Gießen und Frankfurt auch der Städtische Konzertchor Winfridia aus Fulda, der German-American-Community-Choir aus Frankfurt und Mitwirkende des großen Bonifatius-Open-Air aus Fulda.

Wie es danach mit der Chorarbeit in Bad Hersfeld weitergehen wird, können weder Carsten Rupp, der aus Fulda stammt und im Rhein-Main-Gebiet lebt, noch Eva BeYauno-Janssen vom Vorstand des Arbeitskreises für Musik sagen. Sie wollen zunächst die Erfahrungen der Operngala abwarten. Es gebe noch sehr viel Verunsicheung bei den Sängerinnen und Sängern, hat Eva BeYauno Janssen festgestellt, aber eben auch große Freude über das gemeinsame Projekt.

Moderiert wird die Gala vom Schauspieler Andreas Patton, der aus dem Hünfelder Land stammt. Als Solisten wirken Bavo Orroi aus Belgien, Judith Christ Küchenmeister aus Mainz und Christina Rümann aus Fulda mit. Und dann natürlich der 70 Stimmen starke Hersfelder Festspielchor.

Finanziell unterstützt wird die Operngala unter anderem vom Land Hessen, der Sparkasse, dem Landkreis, dem deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, Hildwein-Gesundheitskompetenzen und der Ergo-Niederlassung.

Service: Karten für die Operngala gibt es bei der Kartenzentrale der Stadt Bad Hersfeld, Tel. 06621/640200, und online über Eventim. Auch über diese Zusammenarbeit freut der Vorstand des AfM sehr, betont BeYauno-Janssen. (Christine Zacharias)

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