Quote sinkt im Landkreis stärker als sonst im März üblich

Arbeitsmarkt im Kreis Hersfeld-Rotenburg trotzt Lockdown

Ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen ist im März üblich – er fällt dieses Jahr aber höher aus als in den vergangenen drei Jahren.

Der Arbeitsmarkt im Kreis Hersfeld-Rotenburg trotzt dem Lockdown (Symbolbild)

Hersfeld-Rotenburg – „Trotz des Lockdowns. Das halte ich für bemerkenswert“, sagt Waldemar Dombrowski von der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Die Quote sinkt im Landkreis von 4,2 auf 4,0 Prozent und nährt sich weiter dem Wert der Vor-Corona-Zeit an.

Im März 2020 hatte sie bei 3,6 Prozent gelegen.

Die am Mittwoch veröffentlichten Daten lassen einen genauen Rückschluss auf die Auswirkungen der Pandemie auf den hiesigen Arbeitsmarkt zu, denn die Zahlen werden stets in der Monatsmitte erhoben – also im vorigen Jahr genau zum Zeitpunkt, bevor erste coronabedingte Kündigungen ausgesprochen werden mussten. Beim Vergleich fällt auf, dass der ehemalige Kreis Rotenburg auf dem Arbeitsmarkt besser durch die Krise kommt als der ehemalige Kreis Hersfeld. Im Nordkreis gibt es traditionell einen höheren Anteil von Arbeitslosen – die Quote hat mit 4,2 aber schon fast wieder den Wert von vor der Pandemie erreicht. Damals waren es 4,0 Prozent. Im Kreisteil Bad Hersfeld liegt die Quote bei 3,8 Prozent, vor einem Jahr waren es 3,4.

Waldemar Dombrowski

In Bebra, Friedewald, Nentershausen und Neuenstein sind derzeit sogar etwas weniger Arbeitslose gemeldet als vor einem Jahr – in Bad Hersfeld (plus 63, aktuell 949), Rotenburg (plus 32, aktuell 351) und Heringen (plus 14, aktuell 114) gibt es hingegen mehr Arbeitslose als vor Ausbruch der Pandemie. Die stets wiederholte Einschätzung, dass Waldhessen robust durch die Pandemie kommt, wird beim Blick in den Kreis Fulda bestätigt: Die drei größten Kommunen Fulda (plus 387, derzeit 1971), Hünfeld (plus 70, derzeit 331) und Künzell (plus 68, derzeit 286) haben deutlich mehr Arbeitslose als vor einem Jahr.

Aktuell sind in Hersfeld-Rotenburg 2553 Personen arbeitslos gemeldet – 152 weniger als im Februar und 207 mehr als vor einem Jahr. Nur in einer Personengruppe gibt es einen Anstieg zum Vormonat: Derzeit sind 900 Langzeitarbeitslose gemeldet, 19 mehr als im Februar. Auch im Vorjahresvergleich (plus 165) ist der Anstieg bei den Langzeitarbeitslosen am höchsten – bei Schwerbehinderten und Ausländern ist sogar ein Rückgang zu verzeichnen.

Auch die Unterbeschäftigungsquote sinkt

Die sogenannte Unterbeschäftigungsquote, die auch die Menschen erfasst, die in einer „arbeitsmarktpolitischen Maßnahme“, vorübergehend krank oder älter als 58 Jahre sind und Hartz-IV beziehen, liegt bei 4,9 Prozent (Vormonat 5,1, Vorjahr 4,8): (Christopher Ziermann)

Rubriklistenbild: © Bundesagentur für Arbeit

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