Armin Tränker: Die Bewohner sind im Mittelpunkt

Hat nicht nur die Zahlen, sondern auch die Menschen im Blick: Armin Tränker ist der neue Geschäftsführer der Kreisaltenpflege Hersfeld-Rotenburg. Unser Bild entstand im Garten des Kreisaltenheims Niederaula. Foto: Eisenberg

Niederaula/Rotenburg. Armin Tränker ist der neue Geschäftsführer der Kreisaltenpflege. Im Wochenendporträt wird er vorgestellt.

Lange vorstellen musste sich Armin Tränker nicht, als er zum Monatsanfang als neuer Geschäftsführer der Kreisaltenpflege Hersfeld-Rotenburg die Nachfolge von Berthold Diebel angetreten hat.

Bereits seit 1999 ist der 50-Jährige für die kreiseigenen Pflegeeinrichtungen tätig - zunächst als stellvertretender Pflegedienstleiter und Pflegedienstleiter, seit 2005 als Heimleiter und Prokurist im Kreisaltenheim Niederaula.

Die Leitung des Hauses mit 119 stationären Pflegeplätzen bleibt auch weiterhin seine Aufgabe. Die Kreisaltenpflege ist damit zur alten Organisationsform mit Geschäftsführer und Heimleiter in Personalunion zurückgekehrt. Die Aufgaben waren einst getrennt worden, weil der Ausbau der Kurzzeitpflege und die Einrichtung der Tagespflege in Niederaula mit dem Neubau des Kreisaltenzentrums Rotenburg zeitlich zusammengefallen waren. Weil auch jetzt die Arbeit nicht weniger geworden sei, habe man den Unterbau verstärkt: Einige von Tränkers bisherigen Aufgaben werden von einem Qualitätsmanager übernommen. Die Aufnahmegespräche führe in Zukunft überwiegend die Pflegedienstleiterin - wenngleich er den direkten Kontakt zu den Angehörigen besonders geschätzt habe, erklärt der Geschäftsführer.

Er habe seinen Traumberuf gefunden, betont der 50-Jährige. Schon nach dem Abitur habe er eine Lehre als Krankenpfleger mit dem Ziel begonnen, irgendwann an der Spitze eines Pflegeheims zu stehen. „Ich möchte das Älterwerden verbessern. Heime sollen mehr sein als Verwahranstalten“, unterstreicht Armin Tränker. Wichtigste Aufgabe sei deshalb, dass sich die Bewohner wohlfühlen. Die Einrichtungen in Rotenburg und Niederaula sollen auch weiterhin offene Häuser sein, in denen auch Angehörige und Besucher gern gesehene Gäste sind. In Niederaula gelte es zudem, den Umbau- und Renovierungsprozess fortzusetzen.

Außerdem stehe die Umstellung zur elektronischen Pflegedokumentation an. „Wir wollen aber die Änderungen durch das Pflegestärkungsgesetz abwarten, um auf dem neuesten Stand zu sein“, erläutert Tränker.

Pflegepersonal zu finden, werde auch auf dem Land schwieriger. Dass bei der Kreisaltenpflege die Tarife des öffentlichen Dienstes gelten, erweise sich dabei sogar als Vorteil. Die Zufriedenheit des Personals laufe aber nicht nur über den Geldbeutel, stellt Armin Tränker klar: „Wir müssen uns Gedanken um familienfreundliche Arbeitszeiten machen“. Die Kreisaltenpflege solle auch weiterhin ein Arbeitgeber mit Entwicklungschancen durch Fort- und Weiterbildung sein. Dass dies bisher gelungen sei, zeige sich an der geringen Fluktuation beim Personal, meint Tränker, der aus eigener Erfahrung spricht. Denn zu denjenigen, die sich innerhalb des Unternehmens weiterentwickelt haben, zählt genaugenommen auch der neue Geschäftsführer selbst.

Zur Person

Armin Tränker (50) kommt aus dem Haunetaler Ortsteil Holzheim. Der gelernte Krankenpfleger hat sich in mehreren Schritten bis zum Heimleiter weitergebildet. Seit September zeichnet er als Geschäftsführer für die Einrichtungen der Kreisaltenpflege in Rotenburg und Niederaula verantwortlich. Tränker ist verheiratet und hat drei Kinder. Der 50-Jährige war nach eigenem Bekunden früher leidenschaftlicher Fußballer und betreut heute eine Jugendmannschaft. Zu seinen Hobbys zählen außerdem Reisen und Fahrradfahren.

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