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Theatergruppe in Ufhausen spielte „Liebe auf italienisch“

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In der über 100 Jahre alten Kulisse: Das Ensemble (vorne von links) Regisseur Jochen Klinzing, Rebekka Köller-Schellhas, Sarah Fink, Thomas Fink, Tanja Hohmann. Hinten von links Andreas Fink, Wilfried Hohmann, Wolfram Fink, Vanessa Hohmann, Nicole Lückert und Heike Möller (Souffleusen), Alicia Möller und Klaus Hohmann.
In der über 100 Jahre alten Kulisse: Das Ensemble (vorne von links) Regisseur Jochen Klinzing, Rebekka Köller-Schellhas, Sarah Fink, Thomas Fink, Tanja Hohmann. Hinten von links Andreas Fink, Wilfried Hohmann, Wolfram Fink, Vanessa Hohmann, Nicole Lückert und Heike Möller (Souffleusen), Alicia Möller und Klaus Hohmann. © Christa Desoi

Unter großem Beifall fand am vergangenen Samstagabend nach zwei Jahren Corona-Pause wieder ein Auftritt der Theatergruppe der Kolpingfamilie Ufhausen statt.

Ufhausen – Für die nächsten drei Veranstaltungen sind noch Eintrittskarten zu haben.

Die Theatergruppe Ufhausen hat mit 130 Jahren die längste Tradition der Theaterspieler in Eiterfeld. In einem Metallschrank hinter der Bühne lagern die ehemals aufgeführten Stücke. Für Ufhausen ist das ein historischer Schatz. Überhaupt sind das Theater und die Schauspieler ein fester Bestandteil der Dorfgemeinschaft und nicht mehr wegzudenken.

In dem Luststück „Liebe auf italienisch“ von Ursula Kaletta geht es um ein Ehepaar, das seine Silberhochzeit feiern möchte. Der feurige Italiener, Pizzabäcker und Ehemann Raffaelo Pepone (Wolfram Fink) und Ehefrau Sofi (Vanessa Hohmann) möchten das jedoch in Zweisamkeit genießen.

Schnell wird dem Zuschauer klar wieso: Da läuft der Opa (Wilfried Hohmann) nervös durch die Küche, weil er einmal sein Gebiss, das andere Mal seine Brille sucht. Dann trifft ohne Vorankündigung Tante Klara ein (Rebekka Köller-Schellhas). Die putzwütige und neugierige Tante legt sofort Hand an Eimer und Putzlappen und macht aus der Küche unaufgefordert eine Baustelle.

Die Schwester von Sofi, Elfi Schmittchen (Tanja Hohmann), eine streitlustige und eigensinnige Dame, kreuzt immer dann bei Sofi auf, wenn es Probleme mit dem Ehemann, Theo Schmittchen (Thomas Fink), gibt. Und der perfekt sächselnde neue Aushilfs-Bäcker Kurt Kieselbrecher (Klaus Hohmann) platzt immer zur Unzeit in die Runde. Ähnlich der Stammgast Anton Plage (Andreas Fink). Plage ist ein Vertreter, der vom Staubsauger über Bücher und Küchenmaschinen alles an den Mann oder die Frau bringen will. Lisa aus Leipzig (Alicia Möller) will ihren Freund besuchen. Und Marita (Sarah Fink), die Tochter von Raffaelo und Sofi, übt sich im Vortragen von Gedichten. Sie will einmal Schauspielerin werden.

Für diese vielen Personen ist nicht nur die Küche zu klein. Sie bringen alle noch ihre Probleme und ihren Eigensinn mit. Das wirkt wie ein Klebstoff, der Raffaelo und Sofi anhaftet. Nix mit „amore morgens, mittags, abends“.

Klar, dass beide sich nach Ruhe und Zweisamkeit sehnen. Werden sie es schaffen zu flüchten und zu zweit den Festtag in einem Hotel zu verbringen?

In dem Luststück gibt es viel zu lachen und manch einer erkennt dort Teile seiner eigenen Familie. Regisseur Jochen Klinzing hat ein geschicktes Händchen bei der Rollenvergabe bewiesen. Die Charaktere wirken alle so echt. Die Souffleusen Nicole Lückert und Heike Möller hatten wenig zu tun. Zumal das Stück schon 2021 einstudiert worden war, wegen Corona aber nicht aufgeführt werden konnte.

Weitere Aufführungen gibt es am kommenden Freitag, 25. November, Samstag, 26. November, sowie am Sonntag, 27. November. Beginn ist jeweils um 19.30 im Kolpinghaus Ufhausen.

Kartenreservierungen sind noch unter der Rufnummer 01 60 / 2 68 49 39 möglich. (Christa Desoi)

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