Etwa 80 Prozent in den Pflegeheimen sind betroffen

Auch im Kreis immer mehr Demenzkranke

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Claudia Wachenfeld-SchlanderSenioren-Beratung Waldhessen

Mit dem Lebensalter steigt auch das Risiko, an Demenz zu erkranken. Das macht sich auch in den heimischen Senioreneinrichtungen bemerkbar.

Nach Angaben des Sozialministeriums leben in Hessen derzeit rund 1,2 Millionen Menschen, die älter sind als 65 Jahre. Das sind knapp 20 Prozent der Bevölkerung. Dieser Anteil wird in den nächsten Jahren weiter steigen, besonders bei der Gruppe derer, die über 80 Jahre alt sind.

Der Fachdienst Senioren im Landkreis Hersfeld-Rotenburg geht davon aus, dass etwa 80 Prozent der Senioren in Alten- und Pflegeheimen an Demenz erkrankt sind oder Vorerscheinungen einer Demenz haben. Eine stetige Zunahme an Beratunsanliegen rund um das Thema Demenz verzeichnet seit rund zehn Jahren die Senioren-Beratung Waldhessen, sagt deren Leiterin Claudia Wachenfeld-Schlander. Inzwischen geht es bei jeder dritten Beratung auch um Demenz.

Demenz erfordert Pflege 

Menschen, die an Demenz erkrankt sind, benötigen ab einem gewissen Stadium pflegerische Unterstützung. Diese wird überwiegend von Angehörigen geleistet. Drei Viertel aller Pflegebedürftigen werden von ihren Angehörigen, zum Teil mit Unterstützung ambulanter Pflegedienste versorgt, heißt es in einer Broschüre des hessischen Sozialministeriums.

Für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen gibt es eine ganze Reihe von Hilfsangeboten. Darüber informieren die Seniorenberatung Waldhessen und der Pflegestützpunkt des Landkreises.

Abklärung mit Arzt wird empfohlen 

Claudia Wachenfeld-Schlander und ihre Kollegen empfehlen jedoch, durch einen Arzt oder eine Ärztin klären zu lassen, ob es sich bei Symptomen bzw. Auffälligkeiten wie Vergesslichkeit, Persönlichkeitsveränderungen, Wortfindungs- oder Orientierungsproblemen wirklich um eine Demenz handelt oder um gesundheitliche Probleme. Stoffwechselstörungen, Vitamin-B-12-Mangel, Schilddrüsendysfunktion, Medikamentenmissbrauch oder Depressionen könnten demenztypische Störungen auslösen, seien aber behandelbar.

Quelle: Hersfelder Zeitung

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