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Hundesteuer deutlich teurer: Gebühren schwanken zwischen den Gemeinden

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Von: Thomas Klemm

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Georg Müller, IHV-Vorsitzender.
Georg Müller, IHV-Vorsitzender. © Privat

Wer sich einen Hund anschaffen möchte, der sollte seinen Wohnort weise wählen, denn je nach Gemeinde schwanken die Gebühren für die Hundesteuer stark.

Hersfeld-Rotenburg – Alle Welt ist derzeit auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk. In vielen Familien wird erwogen, etwas Lebendiges unterm Weihnachtsbaum zu platzieren. Das kann ein Meerschweinchen sein, eine Katze oder gar ein Gecko. Manche entscheiden sich aber auch für einen Hund. Der Unterschied zwischen Hamster, Katze, Gecko und einem bellenden Vierbeiner ist der, dass man für die drei erstgenannten Tierarten später „nur“ Unterkunft und Verpflegung zu finanzieren hat, für einen Hund aber auch Steuern fällig werden.

Die Städte und Gemeinden haben dazu eine Hundesteuersatzung erlassen, in der das Finanzielle geregelt ist. In dieser Satzung ist unter anderem die Höhe der Steuern für einen Erst- und Zweithund, für mehrere Vierbeiner und sogenannte gefährliche beziehungsweise Kampfhunde, festgelegt. Und hier tun sich große Unterschiede auf. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bewegt sich die Steuer für den Ersthund zwischen dreißig Euro (in Breitenbach) und 84 Euro (in Hohenroda).

Viele Gemeinden erheben rund fünfzig Euro für den ersten Hund

Der hoch erscheinende Steuersatz in der Gemeinde Hohenroda relativiert sich angesichts der Tatsache, dass in dieser Kommune alle (bis auf die Kampfhunde, für die es richtig teuer ist) mit 84 Euro Jahresgebühr besteuert werden. Im Gegensatz beispielsweise zu Ronshausen, wo für den ersten Hund 48 Euro, für den zweiten aber 96 Euro und für jeden weiteren Hund sogar 144 Euro fällig werden.

Die meisten Gemeinden in der Region bewegen sich im Rahmen zwischen knapp fünfzig Euro für den ersten und etwas über einhundert Euro für den Dritt- und jeden weiteren Hund. Im Jahr 2021 verzeichneten die Kommunen eine Rekordeinnahme aus der Hundesteuer. 401 Millionen Euro wurden dadurch in die öffentlichen Kassen gespült. Trotz der gestiegenen Kosten stehen Haustiere weiter hoch im Kurs. „Der seit vielen Jahren anhaltende Trend zu Vierbeinern, besonders zu Hunden und Katzen, wurde sicherlich noch durch die besonderen Homeoffice-Umstände während der Corona-Krise verstärkt“, sagte Georg Müller, der Vorsitzende des Industrieverbands Heimtierbedarf (IHV). (Thomas Klemm)

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