Stimmen zum Handball-Derby Hünfeld - Hersfeld

TV Hersfeld unterliegt Hünfeld mit 19:32

Felix Kircher, Handball, Hünfelder SV
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Felix Kircher

Die Handballer des TV Hersfeld haben 14 Tage Pause bis zum nächsten Landesligaspiel. Am 13. November kommt Körle/Guxhagen in die Geistalhalle. Reicht die Zeit, um Defizite aufzuarbeiten?

Bad Hersfeld - Christian Weiß nahm nach dem Abpfiff des Derbys gegen den Hünfelder SV (19:32) kein Blatt vor den Mund. „Dass wir heute einen schweren Gegner hatten, war uns allen klar. Wir sind auch als Außenseiter in die Partie gegangen“, sagte der Coach. Dann macht er eine kurze Pause, um tief Luft zu holen.

„Nichtsdestotrotz darf man mit so einer Einstellung nicht in die Partie gehen. Die Mannschaft war nicht in der Lage, die einfachsten Sachen umzusetzen“, übte er deutlich Kritik. Und so sei die Niederlage völlig verdient „Sogar in der Höhe“, fügte er an. Sein Team sei nicht in der Lage gewesen, in die Spur zu finden. „Das mannschaftliche Kollektiv hat nicht gegriffen.“ Man wisse jetzt, wo man stehe. „Wir müssen die Partie als weiteres Testspiel abhaken. Mund abputzen - weiter geht´s. In 14 Tagen haben wir den nächsten Gegner. Bis dahin müssen wir Defizite aufarbeiten und eine bessere Einstellung finden.“

„Tiefenentspannt“ war dagegen Werner Hampe. „Wir wissen jetzt, woran es lag und woran wir arbeiten müssen“, erläutert der Pressesprecher, der am Eingang darauf mit achtete, dass alle Fans die 3-G-Regel einhielten.

Hünfelds Alexander Schott hatte sich die Rückkehr an alte Wirkungsstätte anders vorgestellt. „Mit einem so hohen Sieg hatte ich nie gerechnet“, sagt er. „Wir wollten zwar frühzeitig alles klar machen. Jeder weiß, wie es in der Geistalhalle in der zweiten Halbzeit zugeht, wenn der Spielverlauf eng ist“, sagt er. „Aber dass es so läuft, daran hätte ich nicht im Entferntesten gedacht.“ Hünfelds Sieg kam ohne den besten Mann zustande. Teammanager Kevin Houston, der einst vom TVH und Eitra/Oberhaun nach Hünfeld kam, hatte im Vorfeld keine Prognose parat. „Nach so einer langen Pause ist das schon echt schwer.“

Für den Verantwortlichen war Yannik Voß der entscheidende Spieler. Der Torwart habe den Hersfeldern „den Zahn gezogen“. Überdies musste Rückraumspieler Felix Kircher mit einer Kopf-Platzwunde ausgewechselt werden. Aber als Titelfavorit sieht Houston den HSV wegen dieses einen Sieges noch lange nicht: „Da werden andere Vereine ebenfalls ein Wörtchen mitreden, zum Beispiel Körle/Guxhagen. Die haben mit Spielern wie Gisbrecht, Bachmann oder Schade eine gute Truppe beisammen.“ Körle/Guxhagen ist der nächste Gegner der Hersfelder.

Aus dem TVH-Team konnten noch zwei Spieler an diesem Wochenende positive sportliche Ergebnisse verbuchen. Jonas Rübenstahl, siebenfacher Torschütze gegen Hünfeld, schoss beim 2:0-Erfolg der Fußballer des A-Ligisten Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain das 1:0. Nach einem abgewehrten Kopfball setzte er nach und vollendete Sein Coach Martin Stein findet seine Einstellung bewundernswert: „Er ist bei uns immer einer für die erste Elf.“

Auch Lukas Berger konnte sich im Fußball-Kreisoberligaspitzenspiel zwischen Hohe Luft und Dittlofrod/Körnbach als Torschütze auszeichnen. Samstag fünf, Sonntag eins - Berger schoss das 1:0 (Endstand 2:0), war nach einem Freistoß im richtigen Moment zur Stelle. Hohe Luft zieht als souveräner Spitzenreiter in die Playoff-Runde im kommenden Frühjahr ein. Beim FSV keimen jetzt Meisterhoffnungen.

Von Hartmut Wenzel

Die Hersfelder Bank beim Spiel gegen Hünfeld
Die Hersfelder Bank beim Spiel gegen Hünfeld

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