Holk Freytag: Von Abschied keine Rede

Bad Hersfelder Festspiele: Probenstart für Kleists „Der zerbrochne Krug“

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Der Intendant und sein Vorgänger: Dieter Wedel (rechts) und Holk Freytag bei der Pressekonferenz.

Bad Hersfeld. Holk Freytag, ehemaliger Intendant der Bad Hersfelder Festspiele, beginnt jetzt mit den Proben für seine Inszenierung von Kleists „Der zerbrochne Krug“.

Das soll weder für ihn noch für sein Ensemble zur Abschiedsvorstellung werden.

Sowohl Nachfolger Dieter Wedel wie auch Freytag selbst sprachen bei der Pressekonferenz am Dienstag davon, über die Spielzeit 2015 hinaus weiter zusammen zu arbeiten. „Wir wollen es fortsetzen“, sagte Wedel im Turmgebäude der Firma Krumme, und Freytag bestätigte gegenüber unserer Zeitung entsprechende Überlegungen. Er fügte hinzu: „Das ist nicht meine Entscheidung, aber ich würde es tun.“

Beide Theatermacher betonten, die Vergangenheit mit Freytags Entlassung und ihren „erheblichen Verletzungen“ fortan ruhen zu lassen. „Es geht nicht um Personen, sondern um diese wunderbare Spielstätte“, sagte Dieter Wedel mit Blick auf die Stiftsruine. Freytag zitierte hingegen sinngemäß Sartre mit den Worten „Mein Lebenswerk ist gescheitert, aber es gibt langsame Entwicklungen in der Geschichte.“

Die Vorstellung des „Krug“-Ensembles mit einer ersten Leseprobe fand erneut vor zahlreichen Medienvertretern von Presse, Funk und Fernsehen statt. Zu den prominentesten Namen im Stück zählen die Hersfeldpreisträger Stephan Schad (Dorfrichter Adam) und Marie-Therese Futterknecht (Marthe Rull), Nina Petri (Gerichtsrätin Walter), Nikolaus Kinsky (Schreiber Licht), Markus Gertken (Ruprecht), Andrea Cleven (Eve), Viola von der Burg (Frau Brigitte) und viele andere.

Premiere ist am 13. Juni.

65. Bad Hersfelder Festspiele: Probenbeginn "Der zerbrochne Krug"

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