1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra
  4. Bad Hersfeld

Alarm per Handy und Sirene auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Erstellt:

Von: Mario Reymond

Kommentare

Beim Warntag 2020 waren vielerorts keine Sirenen zu hören. Die CDU-Fraktion im Kreistag hat nun beim Landrat angefragt, wie die Vorbereitungen zum Warntag in diesem Jahr laufen (Symbolbild).
Beim Warntag 2020 waren vielerorts keine Sirenen zu hören. Am 8. Dezember soll es besser funktionieren (Symbolbild). © Thomas Thiele

Auf den zweiten bundesweiten Warntag am Donnerstag (8. Dezember) um 11 Uhr bereiten sich die Behörden vor.

Hersfeld-Rotenburg – Am 8. Dezember um 11 Uhr wird es auch in vielen Ortschaften im Landkreis Hersfeld-Rotenburg laut. Dann sollen nämlich nicht nur die Sirenen heulen. Auch viele Smartphones werden dann wohl Alarm schlagen. Grund ist der bundesweit zweite Warntag. Dabei testen Bund und Länder sowie die teilnehmenden Kreise, kreisfreien Städte und Gemeinden in einer gemeinsamen Übung ihre sogenannten Warnmittel.

Punkt 11 Uhr wird eine Probewarnung an alle Warnmultiplikatoren des Bundes geschickt. Diese versenden die Probewarnung direkt an alle sogenannten Warnmittel. „Das können Fernseher, Radios und Smartphones sein. Aber auch digitale Stadtanzeigen, Sirenen und Lautsprecherwagen werden als Warnmittel eingesetzt“, erklärt Thorsten Bloß, Leiter des Fachdienstes Gefahrenabwehr beim Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Weil es sich im Ernstfall um sehr wichtige Informationen handelt, wird die Warnung erstmals auch über die neu eingeführte Technik Cell Broadcast verschickt. Darüber wird rund die Hälfte aller Handys in Deutschland direkt erreicht. Es handelt sich dabei um einen nationalen Warn-Service, der von Mobilfunk-Netzbetreibern eingesetzt wird. Der Service funktioniert ohne App.

„Die Vielzahl und Vielfalt der Mittel gewährleistet, dass möglichst viele Menschen erreicht werden. Egal, ob digital vernetzt oder analog unterwegs. Egal, ob auf dem Land oder in der Stadt“, so Bloß.

Das primäre Ziel des Aktionstages ist es, die Bürgerinnen und Bürger mit dem Thema Warnung vertraut zu machen.

Wichtige Aspekte sind beispielsweise, wie gewarnt wird und wer warnt. Neben Bund und Ländern können das auch die Feuerwehren, die Polizei, der Deutsche Wetterdienst und Hochwasserzentralen sein. Je nachdem, wovor gewarnt wird, werden die unterschiedlichen Behörden und Institutionen aktiv. „Eine Warnung würde es beispielsweise geben, wenn eine Naturgefahr, wie Hochwasser oder Erdbeben, droht. Aber auch, wenn schwere Stürme und Gewitter vorausgesagt werden“, führt Bloß weiter aus.

Die Gründe für eine Warnung können vielfältig sein, müssen aber schwer wiegen. Auch bei Szenarien wie Waffengewalt oder Angriffen wird gewarnt. Mit jeder Warnung erhalten Bürger Informationen zu der entsprechenden Notlage und Empfehlungen zu ihrem Schutz. Vor allem wird der Warntag ausgerichtet, um mögliche Schwachstellen in Funktion und Ablauf zu identifizieren, um Mängel zu beseitigen.

Auch interessant

Kommentare