Angehende Landwirte messen sich beim Berufswettbewerb

Was ist drin im Schraubglas? Manuel Franze aus Eschwege bei der Bestimmungsübung, die Teil des Berufswettbewerbes für angehende Landwirte ist. Fotos: Eisenberg

Bad Hersfeld. Fachwissen und Geschick mussten angehende Landwirte am Montag bei einem Berufswettbewerb im Landwirtschaftszentrum Eichhof in Bad Hersfeld beweisen. Zwölf Nachwuchs-Bauern machten mit.

Hafer, Gerste, Weizen oder Mineraldünger - was steckt in den Einmachgläsern mit Schraubdeckel, die auf dem Tisch aufgereiht sind? Zielsicher trägt Landwirtschafts-Azubi Manuel Franze aus Eschwege seine Antworten in seine Liste ein.

In einem Nebengebäude schraubt Philipp Berg aus Solz gegen die Zeit: Es gilt, einen Anhänger-Stecker richtig anzuschließen. Und in einem Seminarraum im Obergeschoss des historischen Schlosses referiert ein anderer Auszubildender vor Friedhelm Diegel, dem Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes, und Ausbildungsberater Lars Glebe zum Thema „Vor- und Nachteile, auf dem Ausbildungsbetrieb zu wohnen“.

Im Landwirtschaftszentrum Eichhof bei Bad Hersfeld findet an diesem Tag der Kreisentscheid des Berufswettbewerbs Landwirtschaft statt. Zwölf Auszubildende des Berufsschulstandortes Bebra, die aus den Kreisen Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner kommen, zeigen hier ihr Können.

„Es geht darum, herauszubekommen, wer in welchem Sachgebiet besonders gut ist. Die besten Auszubildenden werden in den Landes- und Bundeswettbewerb weitergeschickt“, erklärt der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Hersfeld-Rotenburg, Friedhelm Diegel. Landwirt zu sein, bedeute weit mehr, als auf dem Schlepper zu sitzen oder im Stall zu stehen. Begonnen hat der Prüfungstag deshalb mit zwei Klausuren. Und weil landwirtschaftliche Themen vermehrt in den gesellschaftlichen Blickpunkt rückten, werde es wichtiger, einen Sachverhalt in einem Vortrag verständlich aufzubereiten. Auch technisches Geschick gehöre zu den Berufsanforderungen. „Beim Landmaschinenhändler wäre ein Landwirt für eine Stecker-Reparatur gleich 60 Euro los“, erläutert Thilo Frankfurth vom Kreisbauernverband, der die technische Station betreut. Ausgerichtet wird der Wettbewerb von der Hessischen Landjugend gemeinsam mit dem Hessischen Bauernverband.

Ob sich einer der Auszubildenden aus dem Kreis für den Landesentscheid qualifiziert hat, stand am Montag noch nicht fest. Denn dorthin schaffen es laut Diegel nur die Auszubildenden mit den besten Ergebnissen aus allen Prüfungsstandorten insgesamt. Der Landesentscheid findet Ende April ebenfalls auf dem Eichhof statt. Dann müssen sich die Nachwuchs-Landwirte auch im Stall und auf dem Feld beweisen.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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