Keine Angst vor Automobilkrise

Asteelflash: Bad Hersfelder Elektronik-Hersteller will 2,5 Mio Euro investieren

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Der Herr der Platinen: Felix Timmermann ist seit Oktober 2016 Geschäftsführer von Asteelflash in Bad Hersfeld.

Bad Hersfeld. Der Elektronik-Hersteller Asteelflash fürchtet auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Krise der Automobilindustrie keine Umsatzeinbußen.

„Wir sind nicht so stark diesel-lastig“, erklärt Geschäftsführer Felix Timmermann im Gespräch mit unserer Zeitung.

Asteelflash produziert in der Bad Hersfelder Konrad-Zuse-Straße unter anderem elektronische Fensterheber, On-Bord-Analyse-Systeme und Steuerungen für Automatikgetriebe.

Derzeit sei das Werk gut ausgelastet. Die rund 250 Mitarbeiter produzieren in drei Schichten an fünf bis sechs Tagen in der Woche. Der Bedarf für elektronische Komponenten im Auto – aber nicht nur dort – wachse ständig, erläutert Timmermann.

Asteelflash mit Hauptsitz in Paris betreibt 17 Produktionsstätten auf vier Kontinenten und hat mehr als 5000 Mitarbeiter. Bad Hersfeld sei das größte Werk für Automobilelektronik in der Region. „Der Standort hat sehr positive Aussichten, denn es ist ‘Champions-League’, was wir hier im Bereich Automotive produzieren“, sagt Timmermann.

Deshalb will Asteelflash allein in diesem Jahr weitere 2,5 Millionen Euro in den Maschinenpark und die betriebliche Infrastruktur investieren, „um den Standort für die Zukunft aufzustellen“. Dabei gehe es auch um den Einsatz von so genannten „Cobots“, also Robotersystemen, die mit den Menschen gemeinsam arbeiten und automatisierte Tätigkeiten übernehmen. Dieser Wandel in der Fertigung solle gemeinsam mit de Mitarbeitern gestaltet werden und habe eine noch höhere Produktionsqualität zum Ziel.

Eine durchschnittliche Mitarbeiterzahl von 250 hält Timmermann auch in Zukunft für realistisch. Zwischenzeitig waren es sogar 350 Mitarbeiter, von denen aber rund 100 nach dem Auslaufen eines großen Auftrags abgebaut wurden. Dabei habe es sich vornehmlich um Zeitarbeitnehmer gehandelt, so Timmermann. 

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