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Ausschuss empfiehlt Förderantrag für Ganzjahresbad in Bad Hersfeld

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Von: Mario Reymond

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Großprojekt: Die politisch Verantwortlichen in der Kreisstadt Bad Hersfeld können sich den Bau eines Ganzjahresbads im Geistal vorstellen. Für einen Förderantrag sollen die Stadtverordneten kommende Woche grünes Licht geben. Archiv
Großprojekt: Die politisch Verantwortlichen in der Kreisstadt Bad Hersfeld können sich den Bau eines Ganzjahresbads im Geistal vorstellen. Für einen Förderantrag sollen die Stadtverordneten kommende Woche grünes Licht geben. Archiv © Daniel Blöthner/Archiv

Die Ausschuss-Mitglieder hoffen auf viele Millionen Euro: Der Finanzausschuss empfiehlt den Stadtverordneten in Bad Hersfeld, eine Förderung für ein Ganzjahresbad im Geistal zu beantragen.

Bad Hersfeld – Die Stadt Bad Hersfeld wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Projekt eines Ganzjahresbads, das derzeit vorsichtig geschätzt rund 26 Millionen Euro kosten würde, für das Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ anmelden.

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses haben in ihrer Sitzung am Donnerstag einstimmig beschlossen, den Stadtverordneten diese Beschlussempfehlung so mit auf den Weg zu geben.

Bereits in einer Studie aus dem Jahre 2018 war der Stadt empfohlen worden, das Geistalbad, das Aqua Fit und die Kurbadtherme wegen explodierender Unterhaltungskosten nicht mehr in der bisherigen Form nebeneinander zu betreiben.

Das hatte Bürgermeister Thomas Fehling den Ausschussmitgliedern noch einmal ins Gedächtnis gerufen. Die Stadt solle sich seiner Meinung nach unbedingt um die in Aussicht gestellten sechs Millionen Euro bewerben. Ein Förderbescheid könne auch wieder zurückgegeben werden, wenn die Kosten für ein Ganzjahresbad dann doch nicht zu stemmen seien.

Fehling verwies auch auf die Energiekosten für die drei Bäder, die aufgrund der aktuellen Preisentwicklung von derzeit 450 000 Euro jährlich auf 1,2 Millionen Euro anwachsen würden. Zudem gebe es im Aqua Fit einen erheblichen Sanierungsstau in Millionenhöhe. Und mit den drei Bädern mache die städtische Bädergesellschaft überdies jährlich 1,6 Millionen Euro minus. Von daher bestehe dringend Handlungsbedarf.

Für die CDU schlug Andreas Rey in dieselbe Kerbe und erkannte seinerseits Handlungsbedarf. Auch Bernd Böhle (FDP) wolle gerne wissen, welche Fördersumme die Stadt erhalten kann. Wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend sei, „geben wir den Bescheid zurück“.

Als reine Interessenbekundung bezeichnete Andrea Zietz von den Grünen den nun angedachten Schritt – mehr nicht. Sie gab auch den Hinweis, das Bad-Projekt über den Landkreis für das Schwimmbadinvestitionsprogramm (Swim) des Landes Hessen anzumelden. Darüber seien noch einmal bis zu 1,5 Millionen an Förderung zu erhalten. Und Jürgen Richter (FWG) erhofft sich durch ein Ganzjahresbad einen Aufschwung für die Kreisstadt.

Lediglich Bernd Wennemuth (SPD) enthielt sich der Stimme, weil er kein Fördergeld für ein Projekt beantragen wolle, das aus seiner Sicht mit Blick auf die Gesamtkosten so nie umsetzbar sein werde. (Mario Reymond)

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