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Ausstellung: „Hebammen in Hessen – Gestern und Heute“ in Bad Hersfelder Sparkasse

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Bei der Eröffnung: Prof. Dr. Marita Metz-Becker (links) hielt den Einführungsvortrag, hier mit Anita Knispel-Heise von den Landfrauen Fuldastrand und Dr. Monika Hölscher von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.
Bei der Eröffnung: Prof. Dr. Marita Metz-Becker (links) hielt den Einführungsvortrag, hier mit Anita Knispel-Heise von den Landfrauen Fuldastrand und Dr. Monika Hölscher von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. © Märthe werder

Die Zahl der Hebammen geht besonders auf dem Land stark zurück. In der Sparkasse in Bad Hersfeld gibt es nun eine Wanderausstellung, die den Beruf beleuchtet.

Bad Hersfeld – „Hebammen in Hessen – Gestern und Heute“ lautet das Thema der Wanderausstellung. „Die Berufsgruppe Hebamme ist die einzige, für die keine männliche Bezeichnung existiert“, sagt Anita Knispel-Heise, Erste Vorsitzende des Landfrauenvereins Fuldastrand aus Ludwigsau bei der Begrüßung.

Die Landfrauen haben sich dafür eingesetzt, dass die Wanderausstellung auch nach Bad Hersfeld kommen konnte. Zur Eröffnung am Freitag hielt Prof. Dr. Marita Metz-Becker von der Universität Marburg einen Vortrag zum Thema „Wandel der Gebärkultur in Deutschland am Beispiel des Hebammenalltags“. Dabei erläuterte sie, wie sich der Beruf von Geburten zu Hause bis in die Kliniken gewandelt hat und was dabei problematisch ist.

Wie hat sich der Beruf der Hebamme von der Antike bis heute verändert?

In der Ausstellung geht es unter anderem darum, wie sich der Beruf der Hebamme von der Antike bis heute verändert hat. Aber es wird sich auch mit den Problemen des Berufs befasst: Immer mehr Geburtshäuser schließen und die Versicherungssumme für die Berufsgruppe ist hoch, so dass viele ihre freiberufliche Tätigkeit aufgegeben haben. Man kann sich auch über den dualen Studiengang Hebammenkunde an der Hochschule Fulda informieren.

Die Ausstellung ist kostenfrei: Anita Knispel-Heise (rechts) führt auf Anfrage hindurch.
Die Ausstellung ist kostenfrei: Anita Knispel-Heise (rechts) führt auf Anfrage hindurch. © Privat

Initiiert und entwickelt wurde die Ausstellung durch die Hessische Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Fulda, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. LV Hessen, der Kommunalen Frauenbeauftragten der Landeshauptstadt Wiesbaden sowie Prof. Dr. Marita Metz-Becker.

Bad Hersfeld ist die sechste Station der Ausstellung

Bad Hersfeld ist die sechste Station der Ausstellung, sagt Dr. Monika Hölscher. Im gesamten Vogelsbergkreis, gebe es keine Geburtsstation mehr. „Die Situation ist so nicht tragbar“, sagt Hölscher. „Eine Hebamme ist eine wichtige Person, die gewürdigt werden soll“, betont sie. „Wir wollen auf den Beruf aufmerksam machen, damit Hebammen wieder mehr ins Boot geholt werden“, sagt auch Knispel-Heise. Die Landfrauen sind darauf aufmerksam geworden, da Hölscher im Vorstand der hessischen Landfrauen ist und begeistert von dem Projekt berichtet hatte.

Die Ausstellung ist kostenfrei bis Freitag, 14. Oktober, zu den Öffnungszeiten der Sparkasse in der Rotunde zugänglich. Bei Interesse wird auch herumgeführt von Anita Knispel-Heise, Tel.: 0 66 21/ 6 55 11 (Märthe Werder)

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