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Austausch im Mittelpunkt: Umweltorganisation German Zero traf sich in Bad Hersfeld

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Von: Laura Hellwig

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German Zero trifft sich in Bad Hersfeld: Von links Maren Streibel (German Zero), Thomas Bös (Grüne), Hiltrud Pelka, Gerd Heusel, Doris Hoffmann (Klimainitiative Bad Hersfeld) und Karsten Vollmar (SPD).
German Zero trifft sich in Bad Hersfeld: Von links Maren Streibel (German Zero), Thomas Bös (Grüne), Hiltrud Pelka, Gerd Heusel, Doris Hoffmann (Klimainitiative Bad Hersfeld) und Karsten Vollmar (SPD). © Laura Hellwig

Die in Hamburg gegründete Umweltorganisation German Zero veranstaltete am Wochenende ihr Bundestreffen in Bad Hersfeld.

Bad Hersfeld – 75 Gruppen und Initiativen haben sich bundesweit unter dem Dach der Organisation auf kommunaler Ebene zusammengeschlossen, um sich jeweils vor Ort für den Klimaschutz zu engagieren. Eine dieser Kommunen ist die Stadt Bad Hersfeld und die hier ansässige Klimainitiative um Gerd Heusel.

Dass die Wahl des Tagungsortes auf Bad Hersfeld gefallen ist, liege laut Heusel zum einen an der günstigen Lage der Stadt in der Mitte Deutschlands sowie der guten Erreichbarkeit, zum anderen aber auch daran, dass hier eben eine der lokalen Gruppen zuhause ist.

Ziel des Treffens sei vor allem der Meinungsaustausch unter den kommunalen Initiativen gewesen. „Wir schauen, was die anderen machen, was deren Probleme sind. Wir wollen voneinander lernen und Synergien schaffen“, sagt Heusel. Die Arbeit von German Zero und deren Ziel, ein Gesetzespaket für den Klimaschutz zu erarbeiten, habe Gerd Heusel vor einigen Jahren inspiriert, auch in seiner Heimat aktiv gegen die Erderwärmung vorzugehen. Gespräche mit kommunalen Politikern führten 2020 zu dem Beschluss, in Bad Hersfeld den Klimanotstand auszurufen. „Das war zwar wichtig, hat die Politik aber nicht zu konkreten Handlungen gezwungen“, so Heusel. Im vergangenen halben Jahr haben erneut Gespräche mit der Kommunalpolitik stattgefunden, insbesondere mit der SPD und den Grünen, die kürzlich in einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung gemündet sind: Bad Hersfeld möchte bis 2035 klimaneutral werden.

So sei nun zunächst ein entsprechendes Gutachten in Auftrag gegeben worden. In Zukunft sollen der Prozess und die Schritte zum Erreichen dieses Zieles jährlich geprüft werden, erklärt Thomas Bös von den Grünen. Dieses Klimagutachten ist bereits im aktuellen Haushalt der Stadt eingeplant. „Jetzt geht es darum, die Leute auf diesen Weg mitzunehmen“, sagt Karsten Vollmar (SPD), der dazu aufruft, Verantwortung für den individuellen Klimaschutz zu übernehmen.

Sowohl German Zero als auch die Klimainitiative verfolgten einen ganzheitlichen und sektorenübergreifenden Ansatz, um das 1,5-Grad-Ziel und die Klimaneutralität zu erreichen, so die Verantwortlichen. „German Zero bietet das Handwerkszeug an und die kommunalen Initiativen können schauen, was sie für ihre Arbeit vor Ort nutzen können“, erklärt Bös. (Laura Hellwig)

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