Sattelzug aus Polen war unzureichend gesichert

Autobahnpolizei stoppt tickende Zeitbombe auf der A4 bei Bad Hersfeld

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Bad Hersfeld. Einen polnischen Sattelzug, dessen Ladung völlig unzureichend gesichert war, hat eine Streife der Autobahnpolizei Bad Hersfeld am Freitag aus dem Verkehr gezogen.

Die Besatzung des Streifenwagens der Autobahnpolizei Bad Hersfeld traute am Freitagvormittag ihren Augen nicht, als sie vor sich auf der A4 zwischen dem Kirchheimer Dreieck und Bad Hersfeld einen polnischen Sattelzug bemerkten. Beim ohnehin augenscheinlich zu hohen Auflieger hüpfte das Dach bei jeder kleinen Unebenheit der Fahrbahn noch ein wenig höher und spannte verdächtig die Plane.

Nur mit zwei Schrauben gesichert

An der alten Autobahnmeisterei wurde der Sattelzug aus dem Verkehr geholt und kontrolliert. Die Beamten staunten nicht schlecht, als sie auf der Ladefläche des Sattelaufliegers drei Fahrzeuge vorfanden. Nicht nur, dass der Auflieger nicht für Fahrzeugtransporte geeignet war, damit alle drei Fahrzeuge auf die Fläche passten, wurde der mittlere Pkw auf einen höhenverstellbaren Metallbock gestellt, der durch zwei Schrauben gesichert war. Die Muttern waren nicht mehr vorhanden und die Schrauben hatten sich bereits fast zwei Zentimeter gelöst. Nur ca. zwei Millimeter Auflagefläche bewahrten den Bock vor dem Zusammensacken. Folge wäre gewesen, dass der PKW durch die völlig ungeeignete Seitenwand und auf die Fahrbahn gefallen wäre.

Der Sattelzug wurde vor Ort stillgelegt und der Fahrer (67) aufgefordert, ein geeignetes Transportfahrzeug für die Weiterfahrt zu besorgen. Auf den Transporteur wartet eine Strafzahlung von ca. 2.600 Euro im Rahmen des Verfallverfahrens. Durch die Aufmerksamkeit und das geschulte Auge der Beamten ist rund um das Kirchheimer Dreieck wieder einmal eine Katastrophe verhindert worden. (yk)

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