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Bad Hersfeld: 100 neue Abstellplätze und überdachte Anlagen für Fahrräder

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Wird erneuert: Die überdachte Fahrradabstellanlage zwischen Lingg-Platz und Stiftsbezirk wird durch eine neue Anlage ersetzt.
Wird erneuert: Die überdachte Fahrradabstellanlage zwischen Lingg-Platz und Stiftsbezirk wird durch eine neue Anlage ersetzt. © Meik Ebert

In Bad Hersfeld sollen 100 neue Abstellplätze für Fahrräder entstehen. Dafür werden rund 66 000 Euro investiert.

Bad Hersfeld – Dazu hatte der Fachbereich Technische Dienste zuvor Radfahrer und Ortsbeiräte nach Wunschstandorten befragt. Bis Oktober sollen nun an diesen Standorten Edelstahlbügel eingebaut werden, wie es sie bereits in der Breitenstraße und im Hanfsack gibt, heißt es in einer Mitteilung der Kreisstadt.

Die Radabstellbügel hätten dank hochwertigen Materials den Vorteil, dass Fahrradrahmen nicht verkratzt werden und kein Wartungsaufwand entsteht. An die Bügel können jeweils zwei Fahrräder angelehnt und sicher abgeschlossen werden. Solche Bügel sollen unter anderem auf dem Marktplatz, im Stift, bei der Stadtkirche, in der oberen Breitenstraße, am Brink, dem Neumarkt, dem Lingg-Platz, dem Museum, den Spielplätzen an der Vitalisstraße und der Uffhäuser Straße sowie am Kurpark aufgestellt werden.

Auch die Bürger- und Dorfgemeinschaftshäuser sowie Treffpunkte in Kohlhausen, Asbach, Beiershausen, Johannesberg, Petersberg, Hohe Luft, Sorga und Kathus werden ausgestattet.

Außerdem soll es drei überdachte Fahrradparkplätze geben. Die veraltete, unansehnliche Radabstellanlage am Lingg-Platz werde aufgegeben und ersetzt. Neu hinzukommen sollen eine Radabstellanlage im Bereich Klaustor/Ecke Badestube sowie in der Breitenstraße direkt neben dem NVV-Pavillon. Im Erscheinungsbild ähneln sie den Buswartehallen in der Breitenstraße: Glaspultdach, eine geschlossene Rückwand aus Glas oder Lochblech, zwei Seitenteile mit Holzbelattungen als zusätzlicher Wetterschutz. Bei diesen Abstellanlagen werden ebenfalls Edelstahlbügel verbaut wie bei den Radabstellplätzen.

Zusätzlich wird ein Schließfachschrank mit voraussichtlich acht Schließfächern pro Abstellanlage angeboten, in dem Helm, Taschen und Einkäufe verwahrt werden können. Die Hälfte der Schließfächer habe eine Ladefunktion. Die beiden Bike-Stationen im Schilde-Park und im Kurpark erhalten ebenfalls Schließfach- und Ladeschränke.

Soll besser gesichert werden: Die derzeit geschlossene Bike-Station im Hersfelder Schilde-Park.
Soll besser gesichert werden: Die derzeit geschlossene Bike-Station im Hersfelder Schilde-Park. © Laura Hellwig

Die Bike-Station im Schilde-Park, die immer wieder von Vandalismus betroffen war und nun ständig geschlossen ist, wird eine gesicherte Schließfunktion eingebaut. Damit wird zukünftig nur noch angemeldeten Personen der sichere Zugang ermöglicht, heißt es in der Mitteilung.

Diese Bike-Station richte sich vor allem an Pendler, die mit Elektrofahrrädern in die Innenstadt kommen und sichere Abstellmöglichkeiten mit Ladefunktion suchten. Strom zum Laden soll dort als zusätzlicher Anreiz kostenlos verfügbar sein. (red/kai)

Einfachere Regelungen für Radler in Einbahnstraßen

Bereits seit dem Frühjahr können Radfahrer im Bereich des Vlämenweges, der August-Gottlieb-Straße, der Lullusstraße und der Wigbertstraße entgegen der Fahrtrichtung durch die dortigen Einbahnstraßen fahren. Hierdurch ergeben sich vielfach deutlich kürzere, attraktivere Wegeverbindungen im unmittelbaren Innenstadtbereich, die Zeit sparen helfen. Es werden Anreize geschaffen, Wege zur Arbeit, zu öffentlichen Einrichtungen, zum Einkaufen und vieles mehr nicht mit dem eigenen Auto, sondern mit dem Fahrrad zu erledigen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Weitere Teilstrecken werden derzeit geprüft. Der Fachbereich Technische Dienste hofft, dass dies zusammen mit dem „geräuschlosen“ und konfliktfreien Einführen einer Befahrungsmöglichkeit innerhalb der Fußgängerzone funktioniert und die Nutzung des Fahrrades in Bad Hersfeld dadurch mehr in den Vordergrund rückt.

„Wir freuen uns, dass wir mit den geförderten Teilmaßnahmen Schritt für Schritt vorankommen und ein immer besser werdendes Angebot für eine emissionsfreie Mobilität im Innenstadtbereich, aber auch in den Stadtteilen liefern können.“, erklärt auch Bürgermeister Thomas Fehling.

Die Verwaltung werde an weiteren Verbesserungen arbeiten, und sich beispielsweise auch im Rahmen eines Förderprojektes um Fahrradgaragen am Bahnhof und um eine Beschilderung der Fahrrad-Hauptrouten im Stadtgebiet kümmern. (red/kai)

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