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Bad Hersfeld: 57 Senioren-Wohnungen auf dem Johannesberg geplant

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Das Bild zeigt das Eckgrundstück am Sanddornweg auf dem Johannesberg. Hinten ist die im Bau befindliche neue Feuerwache zu sehen.
Das Baustellenschild kann stehen bleiben: Auf dem Eckgrundstück am Sanddornweg auf dem Johannesberg soll neben der neuen Feuerwache (hinten links) ein Komplex mit 57 altersgerechten Wohnungen entstehen. © Kai A. Struthoff

Auf dem Johannesberg in Bad Hersfeld soll ein Neubau mit 57 altersgerechten Wohnungen entstehen. Als Betreibergesellschaft steht die Johanniter-Unfall-Hilfe hinter dem Projekt.

Bad Hersfeld – Es ist eines der wohl begehrtesten städtischen Grundstücke auf dem Johannesberg: Knapp 3200 Quadratmeter, zentral gelegen direkt neben dem Supermarkt, mit guter Busanbindung und trotzdem im Grünen. Auf dem Grundstück am Sanddornweg/Ecke Douglasienweg soll neben der im Bau befindlichen neuen Feuerwache nun auch ein Gebäude mit 57 altersgerechten Wohnungen entstehen.

Der Ausschuss für Stadtplanung Umwelt und Klima gab dafür am Mittwochabend grünes Licht.

Auf die öffentliche Ausschreibung hatten sich zwei Bieter beworben. Nach einer internen Abwägung der Angebote soll der Meistbietende für 450 000 Euro den Zuschlag erhalten. Geplant ist ein L-förmiger, drei-geschossiger Bau mit 57 Wohnungen, wovon einige in Absprache mit der Stadt als Sozialwohnungen gelten sollen. Als Betreibergesellschaft steht die Johanniter-Unfall-Hilfe hinter dem Projekt, die zudem garantiert, dass im Haus mindestens 20 Stunden pro Woche ein Büro als Anlaufpunkt für die Bewohner vor Ort besetzt ist. Ein Einkaufs-, Essens- und Wäscheservice sollen ebenso wie ein Fahrdienst angeboten werden.

Die Konzepte beider Bieter seien durchaus ähnlich, erklärte Anke Hofmann vom städtischen Finanz- und Immobilienservice. Ausschlaggebend sei vor allem auch die Kooperation mit der Johanniter-Unfall-Hilfe, die sich andernorts bewährt habe. Auch das Angebot eines 24-Stunden-Hausnotrufs überzeugte die Fachleute bei der Bewertung. Außerdem liegt das favorisierte Angebot knapp 100 000 Euro über dem anderen gebotenen Kaufpreis.

Von einer „guten Lösung für den Johannesberg“ sprach auch Frank Berg (FDP), der zugleich im Ortsbeirat des großen Bad Hersfelder Ortsbezirks sitzt. „Sehr viele ältere Bürger suchen nach einer solchen Lösung, um in dem Teil der Stadt bleiben zu können, auch wenn das eigenen Haus zu groß geworden ist“, erklärte er den Bedarf für das Wohnprojekt.

Trotz dieser positiven Einschätzung der Fachabteilung und des Ortsbeirats war ausgerechnet der Ausschussvorsitzende, Thomas Bös von den Grünen, nicht überzeugt. Bei ihm blieben noch viele Fragen zur Bewertung der Angebote offen, erklärte Bös und schlug eine Vertagung der Entscheidung auf den nächsten Sitzungszug vor.

Dies stieß auf einhelligen Protest der anderen Ausschussmitglieder. So wurde zu bedenken gegeben, dass angesichts der Inflation und steigender Preise eine weitere Verzögerung des Projekts womöglich auch zu einer Verteuerung führen würde. Auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende Andrea Zietz, die an der Ortsbeiratssitzung teilgenommen hatte, zeigte sich von dem favorisierten Konzept überzeugt. Einstimmig bei einer Enthaltung des Vorsitzenden Bös erteilte der Ausschuss den Zuschlag.

Das letzte Wort hat das Stadtparlament am 10. Februar. (Kai A. Struthoff)

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