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Überzeugungstäter: Karsten Vollmar (SPD) kandidiert erneut als Bürgermeister

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Von: Nadine Meier-Maaz

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Das Bild zeigt Karsten Vollmar (SPD) im Kurpark vor dem Kurhaus. Dass dieser Ort für ihn eine besondere Bedeutung hat, liegt unter anderem daran, dass er und seine Frau im dortigen Trauzimmer vor zwölf Jahren geheiratet haben.
Will Bürgermeister in Bad Hersfeld werden: Karsten Vollmar (SPD) – hier im Kurpark vor dem Kurhaus. Dass dieser Ort für ihn eine besondere Bedeutung hat, liegt unter anderem daran, dass er und seine Frau im dortigen Trauzimmer vor zwölf Jahren geheiratet haben. © Nadine Meier-Maaz

Er will es noch einmal wissen und geht gestärkt in den Wahlkampf: Karsten Vollmar (SPD) kandidiert erneut als Bürgermeister für Bad Hersfeld.

Bad Hersfeld - Das gab der 44-Jährige jetzt offiziell bekannt. Er ist bereits vom Fraktions- und Stadtverbandsvorstand nominiert worden. Am 3. April soll noch die formelle Nominierung beim Parteitag folgen.

„Ich bin mit mir im Reinen und freue mich, dass es jetzt losgeht“, sagt Vollmar mit Blick auf den Wahlkampf. Dass er zum zweiten Mal antritt, betrachtet er als Vor- und nicht als Nachteil. „Bei der ersten Wahl habe ich viel gelernt. Am nächsten Tag saß ich wie üblich um 7 Uhr am Schreibtisch und das Leben ging ganz normal weiter.“

Mit 43,2 Prozent musste er sich 2016 Noch-Amtsinhaber Thomas Fehling geschlagen geben, der auf 52,5 Prozent kam. 4,3 entfielen damals auf Michael Schmidt (AfD). Von einem respektablen Ergebnis spricht Vollmar heute, und in den vergangenen sechs Jahren sei die Entscheidung beziehungsweise der Wunsch, erneut zu kandidieren, dann weiter gereift. Vollmar ist nicht nur Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes, sondern auch Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung sowie Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses, in dem so gut wie alle Themen behandelt würden, die die Stadtpolitik betreffen.

Nach vier Jahren „harter Opposition“, in denen der Wind „stark von vorne blies“, sei das vor zwei Jahren gebildete Mehrheitsbündnis, das zu mehr Stabilität beigetragen habe, eine wichtige Etappe gewesen. Berührungsängste kennt Vollmar nicht. „Ich spreche mit allen und habe ein gutes Verhältnis zu allen“, sagt der 44-Jährige mit Blick auf die anderen Parteien und Fraktionen.

Was ihm besonders wichtig ist? Glaubwürdigkeit. „Ich habe mich immer angestrengt, das zu tun, was ich auch angekündigt habe. Und dann muss man auch zur Verfügung stehen, wenn es drauf ankommt.“ Für die Unterstützung der Partei ist Vollmar dankbar und dass er bei der jüngsten Kommunalwahl „Stimmenkönig“ gewesen sei, mache ihn zuversichtlich, dass auch viele Bürger hinter ihm stünden.

Der mit Ehefrau Alexandra und den beiden Söhnen in Allmershausen lebende Vollmar ist stellvertretender Schulleiter der Gesamtschule Geistal mit aktuell 435 Schülern und rund 50 Lehrerkollegen. Erfahrung in Verwaltung und Mitarbeiterführung sei somit vorhanden, in die kommunale Verwaltung müsse auch er sich aber erst „reinfuchsen“, gibt der 44-Jährige zu. Helfen werde dabei aber sein jahrelanges Engagement in der Kommunalpolitik. „Wer die Strukturen nicht kennt, hat es schwer“, glaubt Vollmar, und funktionierende Strukturen seien auch direkt nach dem Amtswechsel notwendig.

„Kommunalpolitik ist etwas für Überzeugungstäter“, sagt der Bürgermeisterkandidat der SPD. Vor seiner zweiten Wahl ist ihm jedenfalls nicht bange. „Willy Brandt hat schließlich auch drei Anläufe gebraucht, um Bundeskanzler zu werden ...“

Karsten Vollmar: Themen und Ziele

Aufbauen will Karsten Vollmar auf seiner Leistungsbilanz der vergangenen Jahre, wozu er etwa die Abschaffung der Straßenbeiträge zählt. Und: „Wir haben die niedrigsten Kita-Gebühren und hohe Vereinszuschüsse“, sagt er nicht ohne Stolz, denn dafür habe er sich persönlich eingesetzt.

Weitere wichtige Themen für die Zukunft seien die Innenstadtentwicklung und -belebung, ganz im Sinne von Leben, Wohnen und Arbeiten. Gleichzeitig dürften dabei die Stadtteile nicht vergessen werden, mahnt er. Vollmar will den Tourismus und die Feuerwehr stärken, Straßensanierungen vorantreiben und den Haushalt in den Griff bekommen, denn Probleme gebe es sowohl auf der Einnahmen- wie auf der Ausgabenseite. Auch der Klimaschutz bietet aus Vollmars Sicht mehr Chancen als Risiken.

„Die Stadt hat einen guten Ruf, aber es muss ein Ruck durch die Stadt gehen, bei dem möglichst viele mitmachen“, so Vollmar. Es gebe viel Potenzial, es werde nur nicht immer abgerufen, sagt er mit Blick auf engagierte Künstler ebenso wie auf lokale Unternehmer. (Nadine Meier-Maaz)

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