Streik am Rabatttag in Bad Hersfeld

Das kauften die Kunden beim Amazon Prime Day

Am Montag und Dienstag lief mit dem "Prime Day" die große Rabattaktion von Amazon. In Bad Hersfeld wurde der Tag von Streik begleitet - für den Onlinehändler war sie dennoch ein Erfolg. 

Der Startschuss für den diesjährigen Prime Day fiel am Montag, 16. Juli, um 12 Uhr mittags. Geendet hat er am Dienstag um Mitternacht. Tausende Artikel waren in dieser Zeit günstiger als sonst und sollten die Kunden zum Kaufen animieren. Erhältlich waren die Schnäppchen allerdings nur für Prime-Kunden - somit ist der Prime Day immer auch eine riesige Werbeveranstaltung für die Amazon-Prime-Mitgliedschaft

Das haben die Kunden am Amazon Prime Day gekauft:

Zu den beliebtesten Artikeln in Deutschland und Österreich gehörten nach Angaben von Amazon die eigenen Amazongeräte wie Fire-TV-Stick mit Alexa-Sprechfernbedienung, Echo, Echo Dot und Kindle Paperwhite. Bestseller waren demnach auch eine 15-monatige PlayStation Plus Mitgliedschaft, eine Jamie-Oliver-Pfanne von Tefal und die Osram Smart+Zigbee - eine fernbedienbare Steckdose. 

Darüber hinaus kauften Kunden laut Amazon vor allem diese Artikel: 

  • Über 1,2 Millionen Artikel wurden aus dem Bereich Beauty, Drogerie & Körperpflege verkauft
  • Über 1,2 Millionen Artikel stammen aus dem Produktbereich Home
  • Auch Mode war beliebt: 1,1 Millionen Artikel werden "Fashion & Schuhe" zugeordnet
  • Über 900.000 Artikel kommen aus dem Bereich Sport & Freizeit
  • Heimwerker haben ebenfalls zugeschlagen: 700.000 Artikel aus dem Baumarkt-Bereich wurden verkauft
  • Darüber hinaus sind etwa 500.000 am Prime Day verkaufte Artikel der Sparte "PC & Zubehör" zuzuordnen

Streik am Prime Day 

Die Gewerkschaft Verdi hat den Sonderverkaufstag Primeday am Dienstag mit bundesweiten Streiks begleitet. Auch in anderen europäischen Ländern - wie Polen und Spanien - gab es Proteste von Amazon-Mitarbeitern. In Deutschland haben sich laut Verdi rund 2400 Mitarbeiter beteiligt - 600 davon in Bad Hersfeld. 

Die Gewerkschaft hatte den Angebotstag zum Anlass genommen, um unter dem Motto „Wir sind nicht zum Schnäppchenpreis zu haben“ erneut die Arbeit niederzulegen. Auch am Mittwoch wurde der Streik fortgesetzt. 

Seit 2013 wollen Verdi und die Streikenden einen Tarifvertrag für die rund 16.000 Beschäftigten durchsetzen, Amazon lehnt das ab.

Für Amazon hatte der Streik offenbar keine spürbaren Auswirkungen auf den Prime Day: Laut einer Pressemitteilung hätten die Logistikzentren in Bad Hersfeld mit den insgesamt über 3700 Mitarbeitern zum Erfolg des Prime Days beigetragen. Man habe sich dort seit Wochen auf den Rabatttag vorbereitet. Laut Christian Dülfer, Standortleiter des FRA-1, habe man sich als Dankeschön für die Arbeit Aktionen für die Mitarbeiter einfallen lassen. "Es gab ein T-Shirt, kostenlose Süßigkeiten sowie eine Verlosung“, heißt es. Den Streik verhindern konnten diese Aktionen allerdings nicht. (mit dpa)

Schon 2017 wurde am Prime Day in Hersfeld gestreikt, wie unsere Archivfotos zeigen:

Amazon Bad Hersfeld: Streik und Kundgebung am "Prime Day"

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Hinter den Kulissen: So arbeitet Amazon

Wie arbeitet der größte Onlineversandhändler der Welt eigentlich? Das haben wir uns im Fra-3-Logistikzentrum in Bad Hersfeld angesehen. 

Das Logistikzentrum FRA 1 in Bad Hersfeld:

Rubriklistenbild: © Amazon

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