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Bad Hersfeld swingte beim Wein - alle waren glücklich

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Von: Christine Zacharias

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Musiker ziehen durch die tanzende Menge beim Swing & Wine-Festival in Bad Hersfeld
Gelegentliche Regenschauer am Freitag und am Sonntag konnten der guten Stimmung bei Musikern und Publikum beim Swing & Wine-Festival in Bad Hersfeld nichts anhaben. © TanjaHerko

Rundum gelungen war das erste Swing & Wine-Festival in Bad Hersfeld, die Verbindung von Livejazz und WEinfest. Alle Beteiligten waren zufrieden.

Bad Hersfeld – Wer am Samstagabend einen Sitzplatz haben wollte beim Swing & Wine-Festival in Bad Hersfeld, der brauchte ein bisschen Glück. Und im Laufe des Abends war Glück auch nötig, um den gewünschten Wein und ein dazu passendes Glas zu erhalten. Einige Sorten waren ausverkauft, alle Gläser im Umlauf. Vor den Essensständen bildeten sich lange Schlangen.

Nicht einmal gelegentliche Regengüsse am Freitagabend und am Sonntag konnten die gute Laune der zahlreichen Gäste im Bad Hersfelder Stiftsbezirk verderben. In dem einzigartigen, beinahe magischen Ambiente der Stiftsruine wurde gelacht, gefeiert und getanzt was das Zeug hielt – ein Spaß für Jung und Alt, der Jazz Fans aus ganz Deutschland anzog. Egal ob sich die Festbesucher vor der Bühne aufhielten, um der Musik der Bands zu lauschen oder es genossen, Freunde zu treffen und zu plaudern und die Musik eher als Hintergrund wahrnahmen. Dabei gab es allerlei Hochkarätiges für die Ohren.

Die „Night of the Black Voices“ am Freitag präsentierte mit Joan Faulkner und Janice Harrington, begleitet von der großartigen Jan Luley-Band großartige Stimmen und wunderbaren Jazz.

Lou’s The Cool Cats, die am Samstag im Stiftsbezirk auftraten waren sowohl optisch mit ihren originellen Kostümen und tollen Choreografien als auch musikalisch mit dreistimmigem Gesang und tollen Stimmen eine Entdeckung. Ihr Repertoire war bunt gemischt, nie kopiert, sondern immer auf die Band zugeschnitten.

Die Stimmung an der Stiftsruine ist einfach etwas Besonderes: Tausende Besucher genossen Musik, feine Weine und leckeres Essen.
Die Stimmung an der Stiftsruine ist einfach etwas Besonderes: Tausende Besucher genossen Musik, feine Weine und leckeres Essen. © Tanja Herko

Eine musikalische Zeitreise durch 40 Jahre deutsche Rock- und Popgeschichte präsentierten am Sonntagabend die sieben Musiker von „Das Wunder“. Bekannte Gäste in Bad Hersfeld sind dagegen Boppin’B, mit fetzigem Rock’n’Roll, den sie am Samstagabend auf dem Linggplatz boten.

Natürlich gab’s auch reichlich Jazz mit den Compagnions of Dixieland, Huepe, die Latino-Jazz im Gepäck hatten, der immer wieder gerne gehörten N’Awlins Brass Band, der Barrelhouse Jazz Band und am Montag mit der Big Band Landeck.

Hier sind die Veranstalter der Tradition treu geblieben und haben neben international und überregional bekannten Größen auch den heimischen Musikern wieder eine Bühne geboten: Die Goldminers und die Eddie Cold Band waren am Samstag auf dem Linggplatz zu hören.

Daneben gab’s zwei attraktive In-Door-Konzerte mit der Sängerin Cleo im Stern und Edwin Kimmler und Christian Christl im Bachhaus.

Nicht nur die Besucher, auch die Veranstalter waren begeistert. „Das war ein sehr guter Einstieg in dieses Format“, erklärte Jan Luley. Darin sei er sich mit dem Stadtmarketing Bad Hersfeld einig. Die Musikalische Mischung sei gut angekommen und habe vielen Besuchern auch neue Impulse gegeben. Auch die Mischung mit heimischen und überregionalen bzw. internationalen Künstlern wolle er gerne beibehalten, sagte Luley- „Die internationalen Künstler sind nötig, um auch ein überregionales Publikum anzuziehen, das das ganze Pfingstwochenende in Bad Hersfeld verbringt.

Zufrieden waren auch die Betreiber der Stände im Weindorf. Viele von ihnen mussten allerdings am Sonntagmorgen erst mal neuen Wein holen, weil so munter gezecht worden war. „Alle Stände wollen sich wiederbewerben“, hat Luley gehört. Sie hätten sich, genau wie die Künstler, über das regenfeste Publikum gefreut, das sich auch von kräftigen Schauern nicht abschrecken ließ. Nach einer ersten Schätzung haben wohl 11- bis 12 000 Menschen das Festival besucht. (Christine Zacharias Und Tanja Herko)

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