Ohne neue Belastungen

Bad Hersfeld wird Altschulden in Höhe von 31 Millionen Euro los

Bad Hersfeld. Vom Schuldenberg der Stadt Bad Hersfeld werden voraussichtlich 31 Millionen Euro abgetragen – ohne dass neue Belastungen entstehen. 

Möglich macht das der Beitritt der Stadt zur Hessenkasse, die vom Land eigentlich für die Ablösung der Kassenkredite eingerichtet wurde.

Die Hersfelder Altschulden stammen jedoch aus der nachträglichen Bilanzierung der Haushalte, die bis 2014 noch in kameralistischer Buchführung erstellt worden waren. Weil die Stadt erst auf Druck des Landes im letzten Moment auf doppische Buchführung umgestellt hatte, ergab sich im Nachhinein eine Diskrepanz: Nach alter Rechenart waren die Etats in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen, doch in der Doppik ergaben sich erhebliche Fehlbeträge.

Schulden lassen sich mit Eigenkapital verrechnen

Wie Bernd Böhle, Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses, jetzt der Stadtverordnetenversammlung mitteilte, habe das Land im Rahmen der Hessenkasse signalisiert, dass sich diese Schulden mit dem städtischen Eigenkapital verrechnen ließen – solange in Bad Hersfeld ausgeglichene Haushalte erstelle.

Der SPD-Stadtverordnete Carsten Lenz sprach von „großer, großer Erleichterung“. Durch die mit großer Mehrheit beschlossenen Teilnahme an der Hessenkasse werden zusätzlich 13,9 Millionen Euro Kassenkredite abgebaut. Die eine Hälfte trägt das Land, die andere stottert die Stadt über zehn Jahre ab. 

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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