Beirat soll Engagement verbessern

Bad Hersfelder Haushalt: UBH will Jugend ins Boot holen

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Hans-Jürgen Schülbe,  Fraktionschef der UBH

Die Einrichtung eines Jugendbeirats und die stärkere Förderung der Stadtentwicklung sind Kernpunkte, mit denen die UBH in die Beratungen zum Haushalt 2020 zieht.

Die Einrichtung eines Jugendbeirats und die stärkere Förderung der Stadtentwicklung sind Kernpunkte, mit denen die Stadtverordnetenfraktion der Unabhängigen Bürger Hersfelds (UBH) in die Beratungen zum Haushalt 2020 zieht.

„Der UBH ist wichtig, dass in Zukunft nicht nur die Ortsbeiräte, der Magistrat und die Stadtverordneten mitentscheiden können, wofür Gelder ausgegeben und welche Projekte angegangen werden sollen, sondern auch speziell unsere Jugend“, erklärt Fraktionschef Hans-Jürgen Schülbe in einer Pressemitteilung.

Deshalb beantragt die Fraktion, dass ein Jugendbeirat geschaffen wird. „Über ein solches Gremium, das regelmäßig tagt und Beschlüsse an das Parlament und die Verwaltung weiterleitet, wird die aktive Teilhabe und das Engagement junger Leute wesentlich verbessert“, so Schülbe. Für den Start sollen 10 000 Euro in den Haushalt 2020 aufgenommen werden.

Ein weiteres wichtiges Feld ist für die UBH die Stadtentwicklung. Es gebe nach wie vor kein vernetztes und zukunftsweisendes Konzept, etwa durch die Verzahnung der Stadtmarketing-, Festspiel-, Gastronomie-, Freizeit/Sport, Einzelhandels- und Klinikangeboten, heißt es in der Mitteilung. „Wir brauchen dringend ein solches Konzept“, so Stadtverordneter und Vorsitzender des Bau-, Planungs-und Umweltausschusses Karl-Heinz Hüter. „Auch das Radwegenetz braucht in diesem Zusammenhang umgehend neue und Sanierungen bestehender Strecken.“

Die UBH wird auch den Landkreis auffordern, die Erhöhung der Kreisumlage weitgehend zurückzunehmen. „Sie belastet allein unsere Kreisstadt in 2020 mit zusätzlich 1,36 Mio Euro“, so Schülbe, „dies ist in keinster Weise gerechtfertigt.“

„Die Stadt ist auch gefordert, wenn es um die Pflege von älteren Menschen mit vielfältigen Behinderungen geht. Auch hier muss sich die Stadt einschalten und Konzepte entwickeln“, so der Stadtverordnete und Arzt Werner Kubetzko. „So sollte unter anderem die Nachbarschaftshilfe wieder belebt, aber auch das Angebot der Dippelmühle ausgebaut werden.“

Auch wenn die UBH Entscheidendes dazu beigetragen habe, dass keine Strassensanierungsbeiträge mehr erhoben werden, freuen sich Schülbe & Co. , dass sich mittlerweile immer mehr Fraktionen dafür aussprechen. Es sei daher davon auszugehen, dass der endgültige Beschluss im Stadtparlament Anfang Februar eine große Mehrheit erhalten wird. red/ks

Quelle: Hersfelder Zeitung

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