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Bad Hersfelder Malerin Heidi Nübling mit Förderpreis ausgezeichnet

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Von: Christine Zacharias

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Die Bad Hersfelder Künstlerin Heidi Nübling (mitte) wird in Bernau von Edmund Martin (links) von der Energiedienst-Holding und Bürgermeister Alexander Schönemann (rechts) mit dem Natur-Energie-Förderpreis ausgezeichnet.
Die Bad Hersfelder Künstlerin Heidi Nübling (mitte) wird in Bernau von Edmund Martin (links) von der Energiedienst-Holding und Bürgermeister Alexander Schönemann (rechts) mit dem Natur-Energie-Förderpreis ausgezeichnet. © Privat/NH

Die in Bad Hersfeld lebende Künstlerin Heidi Nübling ist mit dem Natur- Energie-Förderpreis ausgezeichnet worden. Ihre Werke werden derzeit in Borken ausgestellt.

Bad Hersfeld – Die Preisträger-Ausstellung mit dem Titel „Himmel, Land und Meer“ ist noch bis zum 13. November im Hans-Thoma-Kunstmuseum in Bernau im Schwarzwald zu sehen.

Der mittlerweile 14. Natur-Energie-Förderpreis wird zu Ehren des in Bernau geborenen Malers Hans Thoma alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Hans-Thoma-Preis verliehen. Er wird von der Energiedienst-Holding Rheinfelden unterstützt. Ausgezeichnet werden Künstlerinnen und Künstler, deren Leben und Schaffen mit dem alemannischen Sprachraum verbunden sind und deren Kunst eine kontinuierliche Weiterentwicklung verrät.

Heidi Nübling stammt aus dem badischen Grenzach-Wyhlen. Sie hat nach einer Lehre als Bauzeichnerin Grafik-Design in Pforzheim studiert und lebt seit 1983 in Bad Hersfeld, wo sie als selbstständige Malerin und Zeichnerin tätig ist.

Malerin Heidi Nübling
Malerin Heidi Nübling bei ihrer Ausstellung in der Sparkasse in Bad Hersfeld mit Daniel Horn © Christine Zacharias

Neben anderen Themen widmet sich Nübling vor allem der Landschaftsmalerei. Dabei geht es ihr nicht darum, originalgetreue Abbilder mit Öl auf Leinwand festzuhalten, sie will den Charakter der Landschaft einfangen, Stimmungen und besondere Momente festhalten, wenn zum Beispiel das erste zarte Frühlingsgrün die Natur verzaubert oder Wolken sich dramatisch über dem aufgewühlten Meer auftürmen. Man meint, den Gebirgsbach murmeln zu hören und die Kälte, die von den verschneiten Bergen ausgeht, zu spüren.

Heidi Nübling habe die Landschaftsmalerei nicht neu erfunden, aber sie finde zu neuen Formulierungen und Lösungen und schaffe Kunst, die frisch und persönlich sei, die ihre eigene Handschrift trage und ihrem Gegenstand gerecht werde. „Deshalb zieht sie uns in Bann“, erklärte Laudator Dr. Jürgen Glocker. Nübling lade mit ihren Bildern zum Nachdenken über Natur, Landschaft und Leben ein, über das, was die Welt im Innersten zussammenhalte.

„Himmel, Land und Meer“ von Heidi Nübling im Hans-Thoma-Kunstmuseum in Bernau.
„Himmel, Land und Meer“ von Heidi Nübling im Hans-Thoma-Kunstmuseum in Bernau. © Heidi Nübling/NH

Dass ihre Arbeiten auf so große Resonanz stoßen, freut Heidi Nübling sehr. Nicht nur der Laudator und zahlreiche Journalisten waren voll des Lobes für die Ausstellung, sie hat auch schon viele hundert Besucher angezogen.

Zahlreiche rote Punkte an den Gemälden zeugen davon, dass Menschen ihre Bilder nicht nur einmal betrachten, sondern mit ihnen leben wollen. Neben den Motiven aus der Region seien vor allem ihre Meeresbilder gefragt, erklärt Nübling. Nachliefern musste sie bereits in größerer Zahl ihre „Life-Pictures“, kleinformatige übermalte Polaroid-Fotos. Seit 1987 arbeitet sie an dieser Serie. (Christine Zacharias)

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