"Helfer bringen sich sonst in Gefahr"

Bart ab: Bad Hersfelder Feuerwehr-Chefin erinnert an Rasur-Appell

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Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar rasiert ihre Kollegen - natürlich nur zum Spaß. Hier Bad Hersfelds Stadtbrandinspektor Frank Jakob.

Bad Hersfeld. "Bart ab" - mit diesem Appell ruft eine Feuerwehr-Chefin ihre Kollegen in Hessen erneut auf, regelmäßig zum Rasierer zu greifen.

Denn das Tragen von Atemschutzmasken und modischen Bärten verträgt sich nicht. Die Masken müssen nämlich eng anliegen - das ist überlebenswichtig.

Zunächst fruchtete der vor einem Jahr getätigte, medienwirksame Aufruf von Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar (44) aus Bad Hersfeld. "Der Hinweis hat geholfen. Wir hatten eine Zeit lang den Eindruck, dass das beachtet wird. Doch mittlerweile schleicht sich wieder der Schlendrian ein." Die Herren sollten wieder mehr Disziplin walten lassen und sich regelmäßiger rasieren.

Wer bei Übungen der Freiwilligen Feuerwehr mit einem Bart antritt, muss wieder nach Hause geschickt werden - und kann auch im Ernstfall nicht helfen. Darum geht es Dittmar mit ihrem Rasur-Appell. "Aus der Fachwelt habe ich dafür positives Feedback bekommen. Vereinzelt wurde ich aber kritisiert, wieso ich mich zum Schlauberger aufschwinge. Aber ich werde nicht müde, darauf hinzuweisen. Die Helfer bringen sich sonst in Gefahr."

Der Landesfeuerwehrverband (LFV) hat keine Erkenntnisse darüber, ob es auch an anderen Orten in Hessen Probleme gibt, weil sich Träger von Atemschutzmasken nicht von ihren modischen Bärten trennen wollen. Aber auch LFV-Geschäftsführer Harald Popp appelliert: "Das sollte sich jeder zu Herzen nehmen. Der Bartwuchs verringert die Dichtigkeit der Masken." Durchdringende toxische Gase können sonst zu Gesundheitsschäden führen oder sogar lebensbedrohlich werden. (lhe)

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