Bart ab! Rasur-Appell von Hersfelder Feuerwehr-Chefin hat gefruchtet

+

Bad Hersfeld. "Bart ab!" - mit diesem aufsehenerregenden Appell rief eine Feuerwehr-Chefin ihre Kollegen in Hessen auf, regelmäßig zum Rasierer zu greifen. Und ihr Appell hat gewirkt.

Denn das Tragen von Atemschutzmasken und modischen Bärten verträgt sich nicht. Die Masken müssen nämlich eng anliegen - das ist überlebenswichtig.

Mehr als ein Monat nach dem schlagzeilenträchtigen Aufruf bilanziert Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar aus Bad Hersfeld: "Es hat viel gebracht. Einige Bartträger greifen nun häufiger zum Rasierer. Vor allem haben wir auf das Problem hingewiesen und eine Diskussion angestoßen. Das Thema war einige Zeit in aller Munde und hat der Feuerwehr mehr Vor- als Nachteile gebracht."

Der Sprecher des Landesfeuerwehrverbands Hessen, Holger Schönfeld, erklärte: "Die Vorschrift, dass die Träger von Atemschutzgeräten keine Bärte tragen dürfen, dient dem Eigenschutz." Sonst könnten durchdringende toxische Gase zu Gesundheitsschäden führen oder sogar lebensbedrohlich werden. Dittmar warnt: "Es hat schon Todesfälle wegen undichter Masken bei Bartträgern gegeben."

Wer bei Übungen der Freiwilligen Feuerwehr mit einem Bart antritt, muss wieder nach Hause geschickt werden - und kann auch im Ernstfall nicht helfen. Darum ging es Dittmar bei ihrem Rasur-Appell. (dpa)

Lesen Sie auch:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.