Gewerkschaft und Beschäftigte fordern Tarifverträge

Amazon: 600 streiken laut Verdi in Bad Hersfeld

Bad Hersfeld. Etwa 600 Amazon-Beschäftigte haben sich laut Verdi-Streikleiterin Mechthild Middeke am Dienstag am erneuten Ausstand am Standort Bad Hersfeld beteiligt.

Das sei das Ergebnis der vorläufigen Zählungen, berichtete sie am späten Nachmittag, und sehr zufriedenstellend. Denn auch einige Neue seien bei den jüngsten Streik-Aktionen dabei gewesen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte bewusst am Dienstag nach Ostern beginnend mit der Nachtschicht bis zum Ende der Spätschicht zum Streik aufgerufen, da das Bestellvolumen vor und nach Ostern in der Regel besonders hoch sei. „Die Beschäftigten haben ihren Firmengründer Jeff Bezos zum derzeit reichsten Menschen der Welt gemacht, doch sie werden immer noch mit weniger abgespeist, als im Einzel- und Versandhandel tarifüblich ist“, sagt Middeke. „Neben der finanziellen Absicherung der Beschäftigten sind Tarifverträge auch ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung für die Kolleginnen und Kollegen.“

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft und die Beschäftigten des weltgrößten Versandhändlers in Deutschland kämpfen seit fast fünf Jahren für die Anerkennung der Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels, was Amazon bisher kategorisch ablehnt. 

Am 9. April 2013 gab es den ersten Warnstreik am ältesten Standort Deutschlands. Auch an anderen Amazon-Standorten wurde während des Ostergeschäfts gestreikt. (zac/nm)

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