Berauschender Abend in Philippsthal

Musical-Darsteller aus „My Fair Lady“ sangen im Schlosspark

+
Das Ensemble von „My Fair Lady“ brachte berauschende Musical-Atmosphäre von Bad Hersfelds „Brettern, die die Welt bedeuten“ in den Philippsthaler Schlosspark.

Philippsthal. Wieder ein kultureller Höhepunkt der Extraklasse: Die Marktgemeinde Philippsthal und der Verein Kulturwecker hatten für Samstag zu einem grandiosen Konzert mit den Musical-Stars des Klassikers „My Fair Lady“ eingeladen, das zurzeit bei den Bad Hersfelder Festspielen gezeigt wird.

Bürgermeister Ralf Orth begrüßte rund 550 Musikfreunde im Schlosspark mit einer Botschaft: „Intendant Dieter Wedel hat es ermöglicht, dass die Künstler hier heute singen. Mit Grüßen von Joern Hinkel darf ich ausrichten, dass die Bad Hersfelder Festspiele die Sorgen und Nöte der Menschen im Werratal kennen und solidarisch hinter den Bergleuten stehen.“ An der Bühne hing der Banner „Wenn das Kaliwerk Werra stirbt, dann stirbt auch die Region.“ Orth bedankte sich bei allen Sponsoren und gratulierte Hartmut und Eve Sell zu ihrem 45. Hochzeitstag, den sie an diesem Abend mit ihrer Familie feierten.

Die Künstler des Musicals „My Fair Lady“ bei den Bad Hersfelder Festspielen, Jessica Kessler (Mrs. Pearce), Marlon Wehmeier (Freddy Eynsford-Hill), Gina Maire Hudson und Stefan Gregor Schmitz (Gärtner) sangen Songs aus vielen bekannten Musicals. Ensemble-Leiter Christoph Wohlleben spielte am Klavier.

Sehr präsent in jeder Hinsicht: Gina Marie Hudson und Jessica Kessler. Das Star-Quartett brillierte mit Songs aus den Musicals Cabaret, Tanz der Vampire, Cats, Phantom der Oper, Aida, Dracula und Mamma mia. Hudson sang mit souliger Stimme „Cleaning woman“ aus dem Musical Working: „Ein Interview mit einer Putzfrau.“ Jessica Kessler sang als „Hannelore“: „Schon als Mädchen war ich immer so erregt.“

Der stimmgewaltige Stefan Gregor Schmitz meinte schmunzelnd: „Ich komme wohl immer dran, wenn es dramatisch wird.“ Marlon Wehmeier glänzte mit gefühlvollen Liedern und kokettierte humorig mit seinem Mikrofonständer: „Den nehme ich mit nach Hause“. Einfühlsam sang Wehmeier aus den Diskrepanzen eines Ehelebens: „Was soll´s, hack´ ich eben Holz.“ Gelächter im Publikum.

Weitere Höhepunkte im Konzert: Gina Marie Hudson sang Marilyn Monroes „When I fall in love“ und Marlon Wehmeier Queens „Who wants to live forever“ – Gänsehaut. Als Hudson dann „A kind of magic“ von Queen sang, wurden Erinnerungen an den „Diva“ genannten Freddie Mercury wach und das Publikum sang mit. In der Ferne hörte man Feuerwerk knallen. Magisch. Kostenlosen Tanzunterricht für das Publikum gab es bei der „Rocky Horror Picture Show“ und „Dancing Queen“ von ABBA. Es hielt keinen mehr auf seinem Stuhl.

Die Musical-Stars zauberten mit ihren Songs einen berauschenden Abend. Das Philippsthaler Publikum dankte mit langem Applaus und bekam seine Zugaben. „Einer geht noch, einer geht noch rein“, feuerte sich das Musical-Star-Quartett selbst an. Ralf Orth gab den Stars natürlich noch eine Stracke mit auf den Heimweg. Die Marktgemeinde und Hartmut Sell mit seinen Freunden vom Verein Kulturwecker hatten mit diesem Konzert wieder ein „gutes Näschen“ bewiesen. Bravo.

Von Ludger Konopka

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.