Nur wenige Trauungen

Besonderer Hochzeitstag 20.2.2020: Ansturm auf die Standesämter bleibt aus

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Gut zu merken: Tage wie der 20.2.2020 sind bei heiratswilligen Paaren beliebt. In Bad Hersfeld, Heringen und Bebra finden jeweils drei standesamtliche Trauungen statt. 

Besondere Tage wie der 20.2.2020 sind bei heiratswilligen Paaren beliebt - dennoch bleibt der große Ansturm auf die Standesämter im Kreis aus. 

Ob sie nun Glück bringen oder nicht: Schnapszahl-Tage oder besondere Daten wie zuletzt der 19.9.2019 sind bei Paaren, die sich das Ja-Wort geben wollen, oft besonders gefragt. Auf den 20.2.2020 scheint das zumindest im Landkreis Hersfeld-Rotenburg jedoch nur bedingt zuzutreffen.

Immerhin drei Trauungen gibt es laut Standesbeamtem Matthias Heyer an diesem Tag in Bad Hersfeld. In der Kreisstadt finden jedes Jahr die meisten Eheschließungen im Landkreis statt.

Ebenfalls drei Paare trauen sich am heutigen 20.2.2020 in Heringen und in Bebra. Das dortige Standesamt wird gemeinsam mit Ronshausen betrieben.

Zwei standesamtliche Trauungen finden außerdem in Rotenburg statt.

Keine Anfragen gab es hingegen in Neuenstein und Friedewald, wo es wegen der Möglichkeit, im Schloss zu heiraten, in der Regel etwas mehr Eheschließungen gibt als in anderen kleineren Gemeinden des Landkreises.

Für Heringen sind drei Trauungen an einem Tag durchaus ungewöhnlich und gerade für einen Tag unter der Woche vergleichsweise viel, wie Standesbeamter Matthias Hujo berichtet. In Bad Hersfeld und Rotenburg können es gerade in den Sommermonaten und an Samstagen auch mal mehr sein.

Ablehnen musste Matthias Hujo aus Heringen eine Anfrage für den 2.2.2020, weil dieser auf einen Sonntag fiel. In Neuenstein hätte Standesbeamtin Diana Bertram für dieses Datum auch eine Ausnahme gemacht – dort hatte sich allerdings niemand für eine Trauung am 2.2.2020 interessiert. Auch in den anderen genannten Kommunen hatte es keine Anfragen für die ebenfalls spezielle Zahlenkombination gegeben.

„Wir hatten auch schon fünf oder sechs Trauungen an einem Tag“, sagt Monika Döttger vom Rotenburger Standesamt mit Blick auf „nur“ drei Eheschließungen heute. Allerdings seien die Sommermonate generell beliebter, was auch Kollege Bernhard Schade aus Bebra bestätigt. „Zwei Drittel aller Eheschließungen finden in den vier Sommermonaten statt“, sagt er.

Noch gut erinnern kann sich Monika Döttger an den 8.8.2008. Damals hätten fünf Paare in Rotenburg den Bund fürs Leben geschlossen. Ähnlich sei es in Neuenstein gewesen. „Damals haben wir morgens um 8.08 Uhr angefangen“, berichtet Diana Bertram lachend. Gut nachgefragt gewesen sei aber auch der 19.9.2019.

Teilweise sogar sechs oder sieben Eheschließungen haben laut Matthias Heyer in den vergangenen Jahren samstags in Bad Hersfeld schon stattgefunden. „Trotzdem werden diese Trauungen und Trauansprachen immer durch die Standesbeamten ganz persönlich auf die Eheleute zugeschnitten“, betont Heyer, denn: „Es soll für alle Paare ein außergewöhnlicher Tag sein und auch für die Standesbeamten ist es somit keine Routineaufgabe. Jedes Brautpaar bringt seine eigene Hochzeitsgesellschaft und seine eigene Geschichte mit.“

Gegen eine Hochzeit am Schnapszahl-Tag sprechen übrigens nicht nur Studien. Auch Standesbeamte wissen aus Erfahrung: Wer sich allein vom Datum verleiten lässt, hat das Ganze mitunter nicht richtig durchdacht. nm

Quelle: Hersfelder Zeitung

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