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Bildhauersymposium in Bad Hersfeld – Holzfiguren für den Weihnachtsmarkt entstehen

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Von: Nadine Meier-Maaz

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Mit Säge, Klüpfel und Hammer fertigt Bildhauerin Martina Kreitmeier auf dem Linggplatz aus einem Eichenstamm ein Hirtenmädchen samt Schaf.
Mit Säge, Klüpfel und Hammer fertigt Bildhauerin Martina Kreitmeier auf dem Linggplatz aus einem Eichenstamm ein Hirtenmädchen samt Schaf. © Nadine Meier-Maaz

In Bad Hersfeld sind acht Bildhauer für ein Symposium zusammengekommen, um gemeinsam und öffentlich an einer Krippe für den Weihnachtsmarkt zu arbeiten.

Bad Hersfeld – Um aus einem Baumstamm einen Engel oder einen Hirten zu machen, braucht es handwerkliches Geschick und das richtige Werkzeug. Acht Bildhauern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen kann aktuell jeder in der Bad Hersfelder Innenstadt – Heinz Günther und Volker Sesselmann aus Thüringen, Katharina Günther aus Sachsen-Anhalt, Michael Steigerwald aus Baden-Württemberg, Martina Kreitmeier aus Bayern, Robby Schubert und Friedhelm Schelter aus Sachsen sowie Werner Isenschmid aus der Schweiz.

Die groben und besonders lauten Anfangsarbeiten waren Anfang der Woche bereits im Bauhof der Stadt erledigt worden. Die Feinarbeiten mit Säge, Klüpfel, Hammer und Besen nehmen die Handwerkskünstler nun öffentlich an verschiedenen Orten in der Innenstadt vor. „Wir wollen den Menschen unsere Kunst und unser Handwerk näherbringen, und zeigen, was man mit den Händen alles schaffen kann“, sagt Organisator Heinz Günther, der ihm bekannte Kollegen und Kolleginnen angesprochen und für das Projekt begeistert hat.

Insgesamt sollen der Stadt am Ende zwölf lebensgroße zur Weihnachtsgeschichte passende Figuren aus Eichenholz gehören, die dann mit Beginn des Weihnachtsmarkts am 25. November 2022 in der Stiftsruine gezeigt werden. Neun Figuren werden nun live vor Ort angefertigt. Ein Esel, ein Ochse und ein Schäfchen kommen später noch dazu, erklärt Günther, denn ein Kollege sei leider ausgefallen. Bis zum Winter werden die Figuren, die natürlich auch in den Folgejahren noch genutzt werden können, eingelagert.

Den Förderbescheid für das Bildhauersymposium in Bad Hersfeld übergab Landrat Torsten Warnecke (Zweiter von links) jetzt an Bürgermeister Thomas Fehling (rechts daneben). Mit dabei waren außerdem (von links) Markus Heide (Fachbereich Stadtmarketing), Bildhauer und Organisator Heinz Günther, Sigrid Wetterau vom Leader-Beirat sowie Lisa Hendrich und Lena Lochhaas (Stadtmarketing).
Fördergeld für Bildung, Kunst und Kultur: Den Förderbescheid für das Bildhauersymposium in Bad Hersfeld übergab Landrat Torsten Warnecke (Zweiter von links) jetzt an Bürgermeister Thomas Fehling (rechts daneben). Mit dabei waren außerdem (von links) Markus Heide (Fachbereich Stadtmarketing), Bildhauer und Organisator Heinz Günther, Sigrid Wetterau vom Leader-Beirat sowie Lisa Hendrich und Lena Lochhaas (Stadtmarketing). © Nadine Meier-Maaz

Die Idee ist im Fachbereich Stadtmarketing entstanden, der sich daraufhin auf die Suche nach den passenden Bildhauern für die Umsetzung machte. 68 000 Euro betragen die Gesamtkosten für das Symposium, das Material, aber unter anderem auch die für die Krippe in der Ruine benötigte Beleuchtung. 38 000 Euro erhält die Stadt als Zuschuss aus dem Leader-Förderprogramm. Den Bescheid als „Investition in Kunst und Kultur“ übergab Landrat Torsten Warnecke am Mittwoch vor dem Rathaus. Von einer „super tollen Aktion“ sprach dabei Bürgermeister Thomas Fehling, der gleichzeitig zugab, von der „ungewöhnlichen Idee“ anfangs überrascht gewesen zu sein. Das Projekt biete einerseits den Künstlern eine Plattform und sei andererseits ein weiterer Riesenschritt nach vorn im Bemühen, den Weihnachtsmarkt attraktiv zu gestalten und die Stiftsruine stärker in Szene zu setzen.

Noch bis Sonntag, wenn auch die verkaufsoffenen Geschäfte nach Bad Hersfeld locken, sind die Bildhauer in der Innenstadt aktiv – wobei eine Woche durchaus sportlich für solche Figuren sei, so Martina Kreitmeier, die auf dem Linggplatz an einem Hirtenmädchen arbeitete. (Nadine Meier-Maaz)

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