Ganzjahresbad im Geistal eine Variante

Bund hilft Bad Hersfeld mit Plan gegen Bäder-Defizit

Bad Hersfeld. Mit Unterstützung des Bundes versucht die Stadt Bad Hersfeld das alljährliche Defizit ihrer Bädergesellschaft in den Griff zu bekommen.

Dabei ist der Neubau eines Ganzjahresbades am Standort Geistal eine von drei Varianten, die bis Dezember von der Projektgesellschaft „Partnerschaft Deutschland“ untersucht werden. Wie Erster Stadtrat Gunter Grimm, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Bädergesellschaft ist, mitteilte, ist die Aufgabenstellung eine deutliche Reduzierung des aktuell bei 1,45 Millionen Euro liegenden Fehlbetrags bei gleichzeitigem Erhalt des Angebots im Schwimmbad- und Wellness-Bereich.

Als Entscheidungshilfe für die Stadtparlamentarier werden jetzt auf Kosten von „Partnerschaft Deutschland“ drei Szenarien ermittelt, die jeweils die Kostenstruktur für die kommenden 25 Jahre aufzeigen.

Variante 1 geht vom Status Quo aus, Variante 2 von einer grundhaften Sanierung aller drei städtischen Bäder (Geistalbad, Aquafit und Kurbad-Therme) und Variante 3 von der Zusammenführung der genannten Einrichtungen in einem neuen Ganzjahresbad, das im Geistal als „Nullenergieprojekt“ gebaut werden würde. Unstrittig sei neben dem Standort, so Grimm, dass auch ein Neubau über ein 50-Meter-Becken verfügen müsste. Konkret würde das Bad anstelle des ebenfalls sanierungsbedürftigen Sportfeldes im Jahnpark entstehen.

Die politische Diskussion könnte in der ersten Jahreshälfte 2018 stattfinden und für das nächste Jahr dann Geld in den Haushalt eingestellt werden. Die Zukunft des Geitalbades war auf der Prioritätenliste für die Hessentags-Projekte weit oben gelandet. Zwar ist laut Grimm hier keine Förderung möglich, doch gebe es ein Landesprogramm für die Sanierung und Instandhaltung von Bädern.  

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