Coronavirus im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Corona-Virus: Besondere Vorkehrungen in den Amazon-Logistikzentren - Stundenlohn wurde erhöht

Corona Hersfeld-Rotenburg: Vorkehrungen in den Amazon-Logistikzentren
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In Bad Hersfeld ist Amazon gleich mit zwei Logistikzentren vertreten: Unser Luftbild zeigt das FRA1 am Eichhof. Es war 1999 das Erste in Deutschland.

Beim Online-Versandhändler Amazon rechnet man wegen der Corona-Krise mit einem Anstieg der Bestellungen.

Zahlreiche Geschäfte haben geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden, viele Menschen bangen um ihren Job. Bei Amazon rechnet man indes mit einem Anstieg der Bestellungen. Doch natürlich gelten nun auch in den Logistikzentren besondere Vorsichtsmaßnahmen. In Bad Hersfeld arbeiten rund 3500 Menschen für Amazon.

„Da die Nachfrage weiter steigt, arbeiten wir daran, dass wir auch weiterhin die am stärksten betroffenen Kunden beliefern können und gleichzeitig unsere Mitarbeiter sicher sind. Wir halten uns genau an die Richtlinien der lokalen und internationalen Gesundheitsbehörden und haben eine Reihe von präventiven Gesundheitsmaßnahmen an Standorten auf der ganzen Welt eingeführt“, heißt es in einem Statement des Online-Riesen und weiter: „Viele Kunden haben keine andere Möglichkeit, an wichtige Artikel zu kommen, und wir wollen sicher sein, dass wir die richtigen Ressourcen zur Verfügung haben. Aus diesem Grund priorisieren wir den Eingang von Waren, die Kunden aktuell am dringendsten brauchen.“ Dabei handele es sich um Artikel für den täglichen Bedarf, medizinische Verbrauchsgüter und andere Produkten mit hoher Nachfrage.

In ganz Deutschland würden aktuell übergangsweise 350 zusätzliche neue Voll- und Teilzeitstellen geschaffen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Ob auch am Bad Hersfelder Standort in diesem Zuge neue Arbeitsplätze entstehen, ist allerdings nicht bekannt. Außerdem sei geplant, bis Ende April zusätzlich zwei Euro brutto pro gearbeiteter Stunde zu bezahlen. Das gelte – vorbehaltlich der Zustimmung des Betriebsrates – auch am Standort Bad Hersfeld, wo der Bruttolohn pro Stunde derzeit bei 11,52 Euro liege.

„Im Zuge der COVID-19-Pandemie leisten Amazon und das Netzwerk aus Partnern den Menschen weltweit große Unterstützung, indem wir Verbrauchern ihre dringend benötigten Artikel direkt vor die Haustür liefern“, teilt das Unternehmen mit. Man wolle den Mitarbeitern Anerkennung zeigen. Sie spielten eine wesentliche Rolle in einer besonderen Zeit.

Zum Schutz der Mitarbeiter und letztendlich auch der Kunden hat sich am Standort auch einiges verändert. So würde verstärkt gereinigt, einschließlich der regelmäßigen Desinfektion aller Türgriffe, Treppengeländer, Aufzugstasten, Schließfächer und Touchscreens. Nicht unbedingt notwendige Besprechungen würden bis auf Weiteres abgesagt und Möbel in den Pausenbereichen anders angeordnet, um den nötigen Abstand herzustellen. Unterstützen sollen dies außerdem gestaffelte Pausen, um so die Anzahl der in der Kantine versammelten Personen zu reduzieren.

Den Mitarbeitern sei überdies mitgeteilt worden, dass jeder seine Hände häufig mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife waschen muss, insbesondere nach dem Gang zur Toilette, vor dem Essen sowie nach dem Naseputzen und Niesen. Wo Seife und Wasser nicht verfügbar seien, werde ein alkoholisches Händedesinfektionsmittel mit mindestens 60 Prozent Alkohol verwendet.  nm

Allen Vorkehrungen zum Trotz ist es im Amazon-Standort Fra3 wohl doch zu Corona-Infektionen gekommen. Bis jetzt ist aber noch nicht klar, wie viele Mitarbeiter betroffen sind. 

Quelle: Hersfelder Zeitung

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