Lage spitzt sich zu - Kreisaltenheim in Rotenburg unter Quarantäne

Corona: Landkreis Hersfeld-Rotenburg sucht Hilfskräfte für Alten- und Pflegeheime

Symbolbild Altenheim
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Symbolbild Altenheim

Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen spitzt sich die Situation in den Alten- und Pflegeeinrichtungen im Kreis Hersfeld-Rotenburg offenbar teils drastisch zu.

Hersfeld-Rotenburg - Mittlerweile sind zahlreiche positive Fälle in sechs Einrichtungen bestätigt, die sich auf das gesamte Kreisgebiet verteilen.

Allein im Kreisaltenheim in Rotenburg sind nach jetzigem Stand elf Mitarbeitende und 22 Bewohnerinnen und Bewohner positiv getestet. Die Einrichtung steht noch bis mindestens 22. Dezember unter Quarantäne, teilt das Landratsamt mit. Sobald es in einer Einrichtung aufseiten der Bewohner wie auch in der Belegschaft an Corona erkrankte Personen gibt, drohen dort personelle Engpässe durch die notwendige Quarantäne des Gesundheitsamts oder aufgrund von Krankheitsfällen beim Fachpersonal. Die Betreuung und pflegerische Versorgung der Bewohner könne deshalb mitunter nicht mehr vollständig gewährleistet werden, so die Befürchtung.

Deshalb will der Landkreis jetzt einen Pool an personellen Kräften schaffen, um stark von der Corona-Pandemie betroffene Altenpflege- und Senioreneinrichtungen gezielt unterstützen zu können. Gesucht werden Personen, die bereit sind, in betroffenen Einrichtungen auszuhelfen sowie Fachpersonal aus dem Pflegebereich.

Landrat Dr. Michael Koch ruft deshalb die Bevölkerung auf, genau zu überlegen, wer jetzt in welcher Form helfen könne: „Unser dringlicher Aufruf richtet sich an Personen, die in dieser schwierigen Situation unterstützen können. Besonders all diejenigen, die aufgrund ihrer beruflichen Ausbildung in der Lage sind, Hilfsdienste im Bereich der Pflege zu übernehmen. Natürlich können sich auch ausgebildete Pflegefachkräfte melden“, bittet der Landrat.

Die aktuelle Situation erfordere ein großes Maß an Solidarität, um die Krise gemeinsam bewältigen zu können, mahnt der Landrat in der Mitteilung.

In dieser schwierigen Situation stehe man in regelmäßigem und engem Kontakt zu allen Einrichtungen, um schnellstmöglich Unterstützung schicken zu können. Infrage kommen auch Zivildienstleistende oder Personen, die ihren Bundesfreiwilligendienst in der Pflege absolviert haben, ebenso wie Medizinstudierende, die ein entsprechendes Praktikum geleistet haben.

Wer helfen will, meldet sich per E-Mail an post.gefahrenabwehr@hef-rof.de beim Fachdienst Gefahrenabwehr des Kreises. (red/kai)

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