Bundestagswahl 2021

Der Briefwahl-Boom hält an: Kommunen im Kreis Hersfeld-Rotenburg haben 54.300 Unterlagen angefordert

Eine Hand wirft Briefumschläge in einen Briefkasten.
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Stimmabgabe auf dem Postweg: Wegen der Corona-Pandemie wird auch zur Bundestagswahl mit einer großen Zahl an Briefwählern gerechnet.

Schon jetzt zeichnet sich ab: Auch bei der Bundestagswahl am 26. September wird es im Kreis Hersfeld-Rotenburg mehr Briefwähler geben als sonst.

Hersfeld-Rotenburg – Schon bei der Kommunalwahl im März dieses Jahres haben die Kommunen einen Briefwahl-Boom verzeichnet. Für die Bundestagswahl am Sonntag, 26. September, erwarten die Wahlleiter in den Städten und Gemeinde im Landkreis Hersfeld-Rotenburg nun ebenfalls deutlich mehr Briefwähler als sonst. Hauptgrund ist die Corona-Pandemie, doch auch in den Jahren zuvor sei schon ein Trend hin zur Briefwahl spürbar gewesen, berichtet nicht nur Carmen Seitz von der Stadt Bad Hersfeld, die seit über 30 Jahren „im Geschäft“ ist.

Bei der Bestellung der Vordrucke haben sich die Kommunen am Briefwahlaufkommen bei der Kommunalwahl orientiert, aber auch einen gewissen Puffer eingeplant, um keinesfalls zu wenig Unterlagen parat zu haben, denn kurzfristig nachbestellt werden können diese nicht, wie Wahlkreisleiterin Andrea Möller berichtet. Bis zum 25. Mai mussten die Kommunen den erwarteten Bedarf bei Möller melden, die diesen an den Landeswahlleiter weiterleitete, der die Druckerei mit der Herstellung beauftragte. Circa 172 000 Personen sind laut Möller im Bundestagswahlkreis 169 (Werra-Meißner/Hersfeld-Rotenburg) wahlberechtigt. Davon entfallen etwa 92 200 auf den Kreis Hersfeld-Rotenburg.

Andrea Möller, Wahlkreisleiterin des Bundestagswahlkreises 169 (Werra-Meißner/Hersfeld-Rotenburg)

Mit 15 000 die weitaus meisten Briefwahlunterlagen geordert hat erwartungsgemäß die Kreisstadt Bad Hersfeld bei etwa 21 200 Wahlberechtigten – 5683 Anträge wurden bis Montagvormittag gestellt. 7500 waren es im März, „wir rechnen nun mit noch mehr“, so Seitz. In Rotenburg, wo 10 528 Personen wahlberechtigt sind, hofft der stellvertretende Wahlleiter Ulf George, dass die bestellten 5000 Unterlagen ausreichen. „Wir ersaufen in Anträgen“, so George. 2900 lagen Montagabend vor. 3900 waren es bei der Wahl im März. Knapp 10 300 Bürger dürfen in Bebra abstimmen, 2488 hatten laut Wahlleiterin Isabel Steinbach bis Montag Briefwahl beantragt. In Heringen lagen laut Kai Adam bei rund 6000 Wahlberechtigten schon 1450 Anträge vor. (Nadine Meier-Maaz)

So viele Briefwahlunterlagen wurden bestellt
So viele Briefwahlunterlagen haben die Städte und Gemeinden im Landkreis bestellt: Alheim: 1500; Bad Hersfeld: 15 000; Bebra: 6000; Breitenbach am Herzberg: 750; Cornberg: 500; Friedewald: 1100; Hauneck: 1400, Haunetal: 1500; Heringen: 3000, Hohenroda: 1250, Kirchheim: 2000, Ludwigsau: 2500; Nentershausen: 800, Neuenstein: 1500; Niederaula: 2000; Philippsthal: 1500, Ronshausen: 2000, Rotenburg: 5000, Schenklengsfeld: 2800; Wildeck: 2200. Das sind insgesamt 54 300. (red/nm)

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