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Dorothee Schaar managt die Schilde-Halle in Bad Hersfeld

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Von: Nadine Meier-Maaz

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An ihrem neuen Arbeitsplatz: Dorothee Schaar vor der Schilde-Halle in Bad Hersfeld. Nach 15 Jahren in der Großstadt Köln ist die neue Hallen-Managerin vor Kurzem in die Heimat zurückgekehrt.
An ihrem neuen Arbeitsplatz: Dorothee Schaar vor der Schilde-Halle in Bad Hersfeld. Nach 15 Jahren in der Großstadt Köln ist die neue Hallen-Managerin vor Kurzem in die Heimat zurückgekehrt. © Nadine Meier-Maaz

Die 36-jährige Dorothee Schaar aus Neuenstein ist seit dem 1. Mai die neue Managerin der Bad Hersfelder Schilde-Halle. Für sie ist es eine Rückkehr in die Heimat.

Bad Hersfeld – Neuenstein, Shanghai, Köln, Bad Hersfeld: So in etwa könnte man den Weg, den Dorothee Schaar hinter sich hat, beschreiben. Seit 1. Mai ist die 36-Jährige als neue Managerin der Bad Hersfelder Schilde-Halle für deren Vermarktung sowie die Planung und Betreuung der dortigen Veranstaltungen und die Akquise potenzieller neuer Kunden zuständig.

Nach 15 Jahren in der Großstadt Köln ist sie zurück in der Heimat, auch wenn sie nun zentral in der Kreisstadt und damit ziemlich nah an ihrem neuen Arbeitsplatz lebt. Denn aufgewachsen ist die studierte Sport- und Eventmanagerin in Obergeis.

Erste Erfahrungen gesammelt und Gefallen an der Organisation von Veranstaltungen gefunden hatte Schaar nach dem Abitur bei einem Praktikum in der Agentur Speed Marketing von Heide Aust, wo sie mit dem Bad Hersfelder Lollslauf und dem damals stattfindenden Sparkassen-Handball-Cup gleich bei zwei regionalen Events tatkräftig mitmischen konnte. „Fernab von zu Hause“ folgte anschließend ein weiteres Praktikum bei einer Motorsportagentur in der größten Stadt Chinas, in Shanghai. „Eine super Erfahrung“, wie sie heute sagt.

Gleiches gelte für ihren ersten Job nach dem Studium. Als Filialleiterin in einem Sportgeschäft habe sie nicht nur den Umgang mit Zahlen und Personalmanagement gelernt, sondern auch an Menschenkenntnis dazugewonnen. Trotzdem zog es sie irgendwann wieder ins Agenturgeschäft – diesmal zu einer kleineren Agentur in Ahrweiler, die deutschlandweit vor allem Firmenveranstaltungen organisiert. Doch dann kam die Corona-Pandemie und in der 36-Jährigen reifte auch angesichts der vielen Fahrerei und neuer Wochenendverpflichtungen der Entschluss, in die Heimat zurückzukehren. Seit September 2021 ist Schaar nämlich auch 1. Vorsitzende des Ski-Clubs Neuenstein (SCN), in dem sie sozusagen schon seit ihrer Geburt Mitglied ist.

Jetzt ist Schaar glücklich, wieder näher bei ihrer Familie zu sein, und froh, den Schritt gewagt zu haben, wenngleich der Umzug noch nicht ganz abgeschlossen ist, wie sie lachend berichtet. Viele Wege kann sie in der Kleinstadt nun ganz entspannt zu Fuß erledigen, und sie ist offenbar nicht die Einzige, die es nach Jahren wieder in die Heimat verschlagen hat. „Ich habe schon einige ehemalige Schulkameraden wiedergetroffen.“

Ihr neues Büro liegt direkt neben der Schilde-Halle. Zwar befinde sie sich noch in der Einarbeitungsphase, doch mittendrin im Geschäft ist Schaar trotzdem schon. Denn nach der Corona-Flaute lägen nun wieder zahlreiche Anfragen und Buchungen vor. Das Besondere an der Schilde-Halle ist für die neue Managerin neben deren Charme, dass man dort grundsätzlich alles machen könne, solange es mit den sicherheitsrelevanten Bestimmungen kompatibel sei – ob Messen, Betriebsfeiern oder Konzerte, oder etwa auch eine Kombination aus Tagung und Galadinner. „Sehr vieles ist möglich.“

Wen sie gerne mal in der Halle begrüßen würde, wenn sie einen Wunsch frei hätte? „Metallica!“ Nachdem es zuletzt coronabedingt eher ruhig in der Schilde-Halle war, ist die Nachfrage nun wieder da, sagt Dorothee Schaar, die neue Hallen-Managerin seit 1. Mai 2022.

Ob öffentliche oder interne Veranstaltungen, Messen oder Weihnachtsfeiern: „Wir haben für dieses Jahr viele Anfragen. Die Auslastung ist gut“, berichtet die 36-Jährige, auch wenn dies nicht immer wahrgenommen werde, da es sich eben oftmals um interne Firmenveranstaltungen handele. Sie rechnet mit einem Umsatz im sechsstelligen Bereich, wenn alle Events wie geplant stattfinden können.

Eine „Riesenchance“ für den Veranstaltungsort in der Mitte Deutschlands sei auch der Hotelneubau in direkter Nähe, denn bisher hätten zum Beispiel gerade große Firmen ihre Gäste nur in der Stadt verteilt unterbringen können. Gleichwohl will Schaar gemeinsam mit Partnern das „Schätzchen“ mit entsprechenden Formaten verstärkt auch für die Einheimischen zugänglich machen. Sie denkt dabei unter anderem an Konzerte oder Vorträge.

Mit dem im Herbst 2019 neu eröffneten Lokschuppen in Bebra sei die 1000 bis 1200 Personen fassende Schilde-Halle übrigens nicht vergleichbar, auch wenn beide Locations jetzt oft verglichen würden, sagt Schaar. Denn während die Schilde-Halle Full-Service-Dienstleister und „Mietobjekt“ sei, trete der Lokschuppen als Veranstalter auf. Als neue Hallen-Managerin ist die 36-Jährige künftig auch für die kleineren Tagungs- und Veranstaltungsräume im gegenüberliegenden „wortreich“ zuständig.

Acht Jahre lang, bis Oktober 2020, hatte sich Anne Groß um die Vermarktung der Schilde-Halle mit allem Drum und Dran gekümmert. Dann war sie in die Pharma-Industrie gewechselt und Christian Scholz als Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsbetriebe hatte die Aufgaben mit übernommen. Zwar sollte die Stelle laut Stadt neu besetzt werden, während der Corona-Pandemie war das Geschäft dann jedoch ohnehin eingebrochen.

Neben ihren originären Aufgaben will Dorothee Schaar nun zeitnah auch die Internetseite und die sonstigen Onlineauftritte der Schilde-Halle auf Vordermann bringen. Bei der Planung und Betreuung der verschiedenen Veranstaltungen arbeitet sie eng mit dem Haustechniker zusammen. (Nadine Meier-Maaz)

Zur Person

Dorothee Schaar (36 Jahre) ist in Neuenstein-Obergeis aufgewachsen und hat Abitur an der Modellschule Obersberg (MSO) in Bad Hersfeld gemacht. In Köln hat sie Medienmanagement mit Schwerpunkt Sport- und Eventmangagement studiert. In ihrer Freizeit geht sie gerne Bouldern, aber auch Laufen, Wandern und Speedminton zählen zu ihren Hobbys.

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