Entwicklungsplan sieht Schließungen vor – Kreistag entscheidet

Drei Schulen im Kreis stehen auf der Kippe

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Hersfeld-Rotenburg. Mindestens drei Schulen im Landkreis droht die Schließung am bisherigen Standort. An weiteren könnte es zu deutlichen Veränderungen kommen. Das sieht der Schulentwicklungsplan vor, über den der Kreistag im kommenden Frühjahr entscheidet.

Demnach sollen die Grundschule in Wölfershausen und die Außenstelle der Beruflichen Schulen in Heimboldshausen aufgegeben werden. Bei der Grundschule in Hönebach könnte es in wenigen Jahren soweit sein. In Wölfershausen bestehe ein hoher Investitionsstau, heißt es in der Begründung. Notwendige Sanierungen würden etwa 900 000 Euro kosten, was in keinem Verhältnis zur geringen Schülerzahl stehe. 

Laut Prognose gehen 2021/2022 nur noch 40 Kinder in diese Grundschule. Ab dem kommenden Sommer sollen die Schüler in die Georg-August-Zinn-Schule in Heringen gehen. Keine Zukunft hat der Standort der Beruflichen Schulen an der Rhönstraße in Heimboldshausen. Die Schüler werden dem Standort Bad Hersfeld zugeordnet. Grund dafür soll sein, dass die Schüler der dort ansässigen Fachbereiche vor allem aus Thüringen stammen, während die Schüler aus Bad Hersfeld in diesen Bereichen vorwiegend außerhalb des Kreises lernen. 

Die Grundschule in Wildeck-Hönebach soll geschlossen werden, wenn es dort nicht mehr ausreichend Schüler für zwei Klassen gibt. Laut Geburtenstatistik soll das in zwei bis drei Jahren der Fall sein. Landrat Dr. Michael Koch betont, dass es sich bei dem Plan, der gestern dem Kreissausschuss vorgelegt wurde, bislang lediglich um einen Vorschlag handelt. „Das ist ein emotionales Thema, bei dem wir als Verwaltung aber auch einfach unsere Hausaufgaben machen müssen. Man muss mit Geld sinnvoll umgehen“, sagt Koch. An dem Konzept haben neben Verwaltungsmitgliedern auch Ehrenamtliche mitgearbeitet. Die endgültige Entscheidung obliegt dem Kreistag.

Das ist die Schulkommission

Die Schulkommission, die den Schulentwicklungsplan für den Landkreis vorgelegt hat, setzt sich aus 24 Personen zusammen. Das sind zunächst drei Mitglieder des Kreistages und fünf Mitglieder des Kreisausschusses. Hinzukommen kommen eine Reihe Sachkundige: Je zwei Vertreter der Schulformen Grundstufe, Förderschule, Sekundarstufe 1 und 2 sowie der beruflichen Schulen. Zu jeder dieser Formen gibt es zusätzlich einen Vertreter der Elternschaft. Für die Kirche sind zwei Mitglieder dabei. Schülervertretung und das staatliche Schulamt sind mit jeweils einem Teilnehmer vorgesehen. An politischen Parteien sind CDU, SPD, Grüne und die FWG vertreten.

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