EIN ANDERER SOMMER

Ein beglücktes Publikum beim Sommerkonzert in der Stiftsruine

Sommerkonzert in der Stiftsruine. Das Orchester der Bad Hersfelder Festspiele begeisterte unter der Leitung von Christoph Wohlleben.
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Sommerkonzert in der Stiftsruine. Das Orchester der Bad Hersfelder Festspiele begeisterte unter der Leitung von Christoph Wohlleben.

Ein glückliches Lächeln lag auf den Gesichtern vieler Zuhörer während des Sommerkonzertes des Orchesters der Bad Hersfelder Festspiele in der Stiftsruine, das dort im Rahmen des Programms „Ein anderer Sommer“ stattfand.

Das lag nicht nur an den herausragenden Leistungen der Künstlerinnen und Künstler, sondern war auch ein Ausdruck der Freude darüber, endlich wieder Kultur live erleben zu können. Geboten wurde ein Programm mit Musik aus zwei Jahrhunderten, die sich vor allem dem Thema Liebe widmete. Vom schwungvollen Auftakt mit Rossinis Ouvertüre aus „Der Barbier von Sevilla“ bis hin zum ergreifenden „The Prayer“ von David Foster verzauberten Musiker und Solisten ihr Publikum, das nicht nur freudig Beifall spendete, sondern immer wieder auch laut jubelte und nicht genug bekommen konnte.

Gunther Emmerlich

Gunther Emmerlich gab mit seinem klangvollen, geschmeidigen Bass einen gut gelaunten Milchmann Tevje aus dem Musical Anatevka. Musical-Star Willemijn Verkaik, bekannt durch zahlreiche Hauptrollen in Musicals wie Elisabeth, Mamma Mia oder Tarzan sowie als deutsche Stimme der Elsa in den Eiskönigin-Verfilmungen, empfahl sich mit einer wunderbaren Stimme und ausdrucksvollem Vortrag nachdrücklich für ein Engagement bei den Bad Hersfelder Festspielen und begeisterte unter anderem mit „Astonishing“ aus Little Women, „Midnight at the oasis“ und „Caruso“ von Lucio Dalla. Besonders hinreißend war jedoch ihr Duett mit David Arnsperger. Gemeinsam sorgten sie mit ihrer gefühlvollen Interpretation von „The Prayer“ für Gänsehaut und feuchte Augen im Publikum. Dieses Stück gab es dann noch einmal als Zugabe.

Willemijn Verkaik

Arnsperger, der sich als Heizer Frederick Barrett in Titanic bereits in die Herzen des Hersfelder Publikums gesungen hatte, brillierte als charmanter Barbier von Sevilla, mit dem Song von Mandalay von Kurt Weill oder als rachsüchtiger Sweeney Todd.

David Arnsperger

Ein glückliches Lächeln war übrigens auch auf den Gesichtern der Musiker zu sehen, die mit sichtbarer Freude spielten und auf jedes Handzeichen des engagierten Christoph Wohlleben reagierten, selbst wenn der nicht am Dirigentenpult stand, sondern mal eben auch den Piano-Part übernahm.

Intendant Joern Hinkel führte kundig und unterhaltsam durch das Programm und vergaß auch nicht, diejenigen zu erwähnen, die in diesem Sommer leider kein Engagement in Bad Hersfeld erhalten konnten.

Petra Roth, Vorsitzende der Freunde der Bad Hersfelder Festspiele, die das Konzert unterstützten, und ehemals Frankfurter Oberbürgermeisterin lobte das abwechslungsreiche und kreative Programm und versprach auch weiterhin ihren Einsatz, um die Festspiele zu fördern. (Christine Zacharias)

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