Ein Licht in dunkler Zeit

Trotz Corona: Bad Hersfeld plant Weihnachtsmarkt und Winterprogramm

Trotz wieder steigender Corona-Infektionszahlen und strenger Hygieneauflagen will die Stadt Bad Hersfeld auch in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt veranstalten.

Bad Hersfeld – Das erklärten Matthias Glotz und Markus Heide vom Fachbereich Stadtmarketing am Mittwochabend im Kulturausschuss. „Eine Absage ist für uns derzeit keine Option, wir wollen Licht in dunkle Jahreszeit bringen“, sagte Glotz.

Gerade für den Einzelhandel sei der Weihnachtsmarkt wirtschaftlich wichtig. Um trotzdem die Corona-Abstandsregeln zu erfüllen, wolle man allerdings in diesem Jahr mit dem „Marktgedanken“ brechen und das Angebot „flächig ziehen unter Beteiligung Vieler“, erläuterte der Marketingexperte. Dabei setze er auch auf die Unterstützung durch die heimische Gastronomie, die dazu ihre Außenbereiche öffnen soll, zumal die Betriebe bereits Erfahrung mit der Nachverfolgung und den Hygieneregeln haben.

Die Rückmeldungen seinen bisher sehr positiv berichtete Glotz von Gesprächen auch mit dem Stadtmarketingverein. „Wir wollen trotz Corona mit einem Lächeln durch diese Zeit gehen“, sagte Glotz und bat um die Unterstützung der Stadtpolitik.

In eine ähnliche Richtung geht auch ein Antrag der FWG-Fraktion, die die Gebühren für die Nutzung der Stadthalle und der Gemeinschaftshäuser der Stadt reduzieren will, um so örtlichen Veranstaltern die Möglichkeit zu geben, ein kulturelles Angebot in den Wintermonaten zu machen, ohne auf hohen Kosten sitzen zu bleiben.

Für die FWG berichtete Jürgen Richter von konkreten Gesprächen mit dem Buchcafé und den Theatermachern vom Grebe-Keller um Ex-Intendant Holk Freytag, die gern auf die größere Stadthalle ausweichen würden. Dort finden auch unter Corona-Regeln bis zu 110 Personen Platz, deutlich mehr als etwa im Buchcafé.

Für die SPD meinte Karsten Vollmar, eine Reduzierung der Gebühren würde vermutlich allein nicht ausreichen und schlug deshalb vor, statt dessen die Zuschüsse für die veranstaltenden Vereine zu erhöhen. Ohnehin kämen dafür wohl nur wenige in Frage. „Dabei geht es insgesamt vermutlich nur um 1500 bis 2000 Euro“, erklärte Vollmar.

Dem stimmte auch Bürgermeister Thomas Fehling zu. Er plädierte aber dafür, klare Richtlinien und auch eine finanzielle Deckelung festzulegen. „Dann kann das funktionieren“, so Fehling. Die kaufmännische Geschäftsführerin der Festspiele, Andrea Jung, regte an, derartige Veranstaltungen in das geplante Weihnachtsmarkt- und Winterprogramm der Stadt einzubinden. (Kai A. Struthoff)

Rubriklistenbild: © LUDGER KONOPKA

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