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Ein neues Ganzjahres-Schwimmbad für Bad Hersfeld?

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Das Bild zeigt zwei Frauen und einen Mann gut gelaunt im Sportbecken des Bad Hersfelder Geistalbads.
Bad Hersfeld hat große Schwimmbadpläne: Unser Archivfoto zeigt die Stammschwimmerinnen, die im Geistalbad ihre Runden ziehen © Nadine Meier-Maaz

Die Stadtpolitik in Bad Hersfeld diskutiert völlig überraschend über den Neubau eines Ganzjahresschwimmbads. Einen entsprechenden Antrag hat Bürgermeister Fehling vorgestellt.

Die Kreisstadt erwägt, ein neues Ganzjahres-Schwimmbad am Standort des Geistalbades zu bauen. Ein entsprechender Antrag wurde am Dienstagabend völlig überraschend im Sozial- und Sportausschuss von Bürgermeister Thomas Fehling vorgestellt.

Ganz neu sind die Pläne nicht: Bereits vor dem Hessentag hatte ein Gutachten den Neubau eines Ganzjahresbades als Ersatz für Aqua Fit, Geistalfreibad und die Therme im Kurpark empfohlen, weil alle Bäder sanierungsbedürftig sind und einen hohen Energieverbrauch haben. Geschätzte Kosten damals: 26 Millionen Euro.

Angesichts der steigenden Energiekosten und des zunehmenden Sanierungsbedarfs der städtischen Bäder nimmt die Stadt das alte Gutachten wieder auf und hofft auf bis zu sechs Millionen Euro Fördergeld vom Bund – eventuell sogar mehr. Deshalb ist Eile geboten. Die Antragsfrist für das Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ endet Mitte Oktober. Das letzte Wort hat das Stadtparlament bei seiner Sitzung in der nächsten Woche.

Im Sportausschuss wurde der Antrag einstimmig angenommen. Sprecher von FDP, FWG und Grünen begrüßten die Pläne. Der SPD-Bürgermeisterkandidat Karsten Vollmar gab allerdings zu bedenken, dass es sich um eine große und vor allem teure Entscheidung handelt. Die seinerzeit geschätzten 26 Millionen Euro für den Neubau dürften angesichts steigender Baupreise vermutlich nicht mehr ausreichen. Bürgermeister Fehling antwortete, die Stadt könnte einen Förderantrag gegebenenfalls auch wieder zurückziehen. (Kai A. Struthoff)

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