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Einweihungsfeier für den neuen Kunstrasenplatz im Hessen-Stadion

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Offizielle Ballübergabe auf dem neuen Kunstrasenplatz: Von links Erster Stadtrat Gunter Grimm, Bernd Bürger und Michael Bein vom Jugendförderverein mit Kristina Neugebauer und Jutta Hendler vom Fachbereich Generationen und Fachbereichsleiter Technische Dienste.
Offizielle Ballübergabe auf dem neuen Kunstrasenplatz: Von links Erster Stadtrat Gunter Grimm, Bernd Bürger und Michael Bein vom Jugendförderverein mit Kristina Neugebauer und Jutta Hendler vom Fachbereich Generationen und Fachbereichsleiter Technische Dienste. © Kai A. Struthoff

Nun kann der Ball auch mit dem Segen des Stadtparlaments rollen: Nach der inoffiziellen Freigabe des Kunstrasenplatzes im Hessenstadion an der Oberau, fand jetzt eine kleine, offizielle Zeremonie statt.

Bad Hersfeld – Einige Stadtverordnete hatten sich nicht ausreichend beteiligt gefühlt. Doch der eigens beschaffte Rotkäppchensekt blieb ungetrunken, denn nur eine Handvoll Gäste hatte sich im Stadion eingefunden.

Der Erste Stadtrat Gunter Grimm erinnerte in einer kleinen Rede an die Geschichte des 1977 geplanten Sportgeländes, das sich über die Jahre zu einem beliebten Stadion entwickelt hat und so manchen prominenten Kicker und einige Erfolge miterlebt hat.

2016 mit der Bewerbung für den Hessentag wurde dann auch die Sanierung des in die Jahre gekommene Stadions samt Kunstrasen-Platz in Angriff genommen. Für den Platz wurden rund 800 000 Euro investiert.

Grimm würdigte die parteiübergreifende Arbeit im Hessentagsbeirat und die Tatsache, das Bad Hersfeld den Hessentag „Plus-Minus-Null“ mit einer finanziellen Punktlandung abschließen konnte. „Das ist hessenweit fast einmalig“, sagte Grimm und hofft auf die zielorientierte Nutzung, des Vorzeigeplatzes, der „die Krönung“ vieler guter Fußballplätze in sei.

Fachbereichsleiter Martin Bode nannte dann eine Vielzahl von erstaunlichen Fakten zum neuen Kunstrasenplatz, der eben nicht so einfach wie ein Teppich ausgerollt werden konnte.

Allein 2000 Kubikmeter Aushub mussten dafür bewegt werden, 300 Meter Kanal sowie 1000 Meter Dränage wurden verbuddelt, um schließlich das rund 6000 Quadratmeter große Spielfeld und den insgesamt 8500 Quadratmeter großen mit Rasen und Belag versehenen Stadionbereich fertigzustellen.

30 Zentimeter dick ist allein die Tragschicht unter dem Rasen. „Die Wahrheit liegt auf dem Platz“, sagte Bode vieldeutig, „Kunstrasen ist sehr speziell, wir haben hier eine ganze Menge gelernt.“

Auch das Flutlicht am B-Platz wurde durch energiesparende und bedarfsgerecht schaltbare Halbfeld-LED-Lampen ersetzt, die rund 60 bis 70 Prozent Energie sparen können. Bode verteidigte auch die vorgezogene Freigabe Ende Mai ohne Polit-Prominenz: „Das war kein Handstreich, sondern wohlkalkuliert, weil wir wollten, dass der Verein den Platz möglichst schnell nutzen kann“, so Bode.

„Wir haben jetzt hier eine wirklich herausragende Sportanlage“, resümierte Bode und wertete das Projekt als „sinnvoll und richtig, denn das bringt Renommee, auch nach außen“.

Gunter Grimm mahnte, dass das Stadion trotzdem noch nicht fertig sei. Auf der Agenda sei immer noch der geplante Wohnmobilstellplatz hinter dem Stadion für den die Zufahrt am Kunstrasenplatz entlang geführt werden könnte.

Außerdem müssten auch noch der alte Kunststoffplatz sowie die stromfressende alte Beleuchtung am A-Platz vor der Tribüne angegangen werden. Hier müsse sich die Stadtpolitik mit Ideen einbringen.

Für den Jugendförderverein, der den neuen Kunstrasenplatz nun nutzen kann, freute sich Vorstandsmitglied Michael Bein darüber, dass die rund 200 aktiven Kinder nach vier Jahren im sportlichen Exil nun wieder ins Stadion Oberau zurückkehren können.

„Das soll unsere neue Heimat werden, wir werden diesen Platz mit Leben füllen“, kündigte Bein an. Damit der Ball nun auch wirklich rollen kann, überreichten die Fachbereichsleiterin Generationen Jutta Hendler und ihre Kollegin Kristina Neugebauer gemeinsam mit Stadtrat Gunter Grimm an Michael Bein und seinem Vorstandskollegen Bernd Bürger einen neuen Jugendfußball.

(Kai A. Struthoff)

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