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Eisenberg-Steig ist bereit für die neue Wandersaison

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Von: Christine Zacharias

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Das Bild zeigt eine neue Hinweistafel: Sie steht vor dem Bad Hersfelder Bahnhof und informiert über den Eisenberg-Steig.
Eine neue Hinweistafel: Sie steht vor dem Bad Hersfelder Bahnhof und informiert über den Eisenberg-Steig. © Christine Zacharias

Der Hersfelder Wanderverein informiert jetzt über klimafreundliche Wanderrouten im Kreis auf einer großen Tafel an Bahnhof. Dazu gehört auch der Eisenberg-Steig.

Bad Hersfeld – Wandern ist an und für sich eine klimafreundliche Aktivität. Noch klimafreundlicher wird es jedoch, wenn man zum Startpunkt nicht mit dem Auto, sondern mit Bus oder Bahn fährt. Der Hersfelder Wanderverein (HWV) hat jetzt eine ganze Reihe von klimafreundlichen Wanderrouten im Kreis Hersfeld-Rotenburg zusammengestellt und informiert darüber auf einer großen Tafel, die am Bad Hersfelder Bahnhof installiert wurde.

Eine dieser mit dem Bus gut erreichbaren Routen ist der Eisenberg-Steig, der zum Hessentag ausgewiesen wurde. Auch über diese 18,5 Kilometer lange Strecke informiert die Tafel auf der anderen Seite ausführlich.

Am Sonntag, 6. März, soll die Tafel auf dem Bahnhofsvorplatz um 10 Uhr offiziell vorgestellt werden. Anschließend wird ein Stück des Eisenberg-Steigs erwandert, um zwei weitere Neuerungen zu präsentieren. An der Freudenstein-Hütte und am Geistal-Blick hat der Wanderverein neue Bänke aufgestellt, die zum Ausruhen einladen. Am Geistalblick werden die Wanderer zudem mit einer kleinen Stärkung bewirtet, kündigt Lutz Stephan, der zweite Vorsitzende des Wandervereins an. Wer mitwandern möchte, wird um Anmeldung bis zum 3. März per Mail unter Wanderwart-HWV@web.de oder 0151/22787878 (Cornelia Tippelt) gebeten.

Infotafel und Bänke wurden übrigens zu 80 Prozent aus Leader-Fördermitteln finanziert. 20 Prozent hat der Verein selbst bezahlt. Der Verein übernimmt auch die Wartung und Pflege der Infotafel und der Bänke.

Mit dieser Aktion will der Hersfelder Wanderverein nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wieder richtig durchstarten, erklärt die Wander- und Wegewartin Cornelia Tippelt. Gemeinsam wandern und die Natur entdecken sei durchaus nicht altmodisch, versichert sie. So sind zum Beispiel die klimafreundlichen Routen mit QR-Codes ausgestattet, damit man sie aufs Handy laden und so jederzeit nachvollziehen kann, wo der Weg entlangführt.

Die Homepage des Vereins werde gerade überarbeitet und auf das Handy-Format angepasst. Vorstandssitzungen per Zoom sind für den Verein ebenfalls kein Problem mehr.

Zusätzlich will der HWV sich aber auch um die Markierungen an der Strecke kümmern. Die jüngsten Stürme hätten im Wald einige Bäume umgerissen, an denen die Wegezeichen angebracht gewesen seien, hat Kassenwartin Doris Heuchert festgestellt.

Auch dem HWV macht jedoch der demografische Wandel und die oftmals nachlassende Lust am Ehrenamt zu schaffen. „Wir werden das Wegeangebot reduzieren müssen“, bedauert Tippelt. Die Arbeit sei sonst nicht zu schaffen.

Unter anderem für die Pflege der Wanderwege wünscht sich der HWV mehr Unterstützung seitens der Stadt. Nicht begehbare Wege im Umfeld aber auch im Stadtgebiet, wo zahlreiche Verbindungswege baufällig und gesperrt seien, würfen ein schlechtes Licht auf die Stadt und wirkten abschreckend, kritisiert Doris Heuchert.

Zu kämpfen haben die Wanderer auch mit Sicherheitsvorschriften. Ruhebänke und Infotafeln dürfen aus Haftungsgründen zum Beispiel grundsätzlich nicht unter Bäumen stehen, damit niemand verletzt werde, der so zum Verweilen gelockt wurde. (Christine Zacharias)

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