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Erfolgreiche Hundesportler aus Bad Hersfeld: Gemeinsam nehmen sie jede Hürde

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Von: Laura Hellwig

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Ein eingespieltes Team: Die 30-jährige Selina Altmann und der fünfjährige Harzer Fuchs Finn.
Ein eingespieltes Team: Die 30-jährige Selina Altmann und der fünfjährige Harzer Fuchs Finn. © Laura Hellwig

Die 30-jährige Selina Altmann und ihr Harzer Fuchs Finn haben sie für die Deutsche Meisterschaft im Turnierhundesport qualifiziert. Dafür trainieren sie regelmäßig.

Bad Hersfeld – Die Arbeit mit den Menschen ist für die Hunde das höchste Gut, sagt Selina Altmann. Die 30-jährige Unterhaunerin hat sich gemeinsam mit ihrem Harzer Fuchs Finn für die Deutsche Meisterschaft im Turnierhundesport des Deutschen Hundesportverbandes (dhv) qualifiziert. Dort tritt das Duo dieses Wochenende – vom 2. bis 4. September – in Apolda (Thüringen) in der Sportart Combination Speed Cup (CSC) an.

In der Familie der Unterhaunerin habe es schon immer Hunde gegeben, weshalb sie sich schon früh einen eigenen Hund gewünscht habe. Mit 15 kam Sheltie Gismo in ihr Leben, den die Jugendliche zum Rettungs- und Therapiehund ausgebildet hat. „Jetzt ist Gismo im wohlverdienten Ruhestand“, erzählt Altman. In den Turnierhundesport ist Altmann 2018 mit Finn eingestiegen, als er zwei Jahre alt und ausgewachsen war. „Finn ist mein absoluter Traum-Hund“, schwärmt Altmann. Ihre Sportarten – CSC und Vierkampf – sind Teamsportarten.

Durch den Sport entstehe eine besondere Bindung zwischen Hund und Mensch, die sich nicht nur bei Wettkämpfen, sondern auch im Alltag positiv auswirke, beschreibt Altmann. Das Duo ist im Verein Hundefreunde Bad Hersfeld aktiv.

Finns Lieblingsdisziplin ist der Hindernislauf, erzählt Selina Altmann. Das ist eine von vier Disziplinen im Vierkampf, bei der der Hund verschiedene Hindernisse überwinden muss, etwa Hürden, Tunnel oder einen Steg. Im Gegensatz zum Hürdenlauf, wo Hund und Mensch Fuß an Fuß über die Hürden springen müssen, kann der Rüde beim Hindernislauf richtig Gas geben und muss sich nicht am Tempo seines Frauchens orientieren.

Die Disziplinen Slalom und Gehorsam machen den Vierkampf komplett. Beim Slalom sprinten – wie beim Hürdenlauf auch – Mensch und Hund gemeinsam durch die Tore. In der Disziplin Gehorsam treten Finn und Altmann in der dritten, der anspruchsvollsten Stufe an.

Der CSC – die Sportart, mit der Finn und Altmann bei der Deutschen Meisterschaft antreten – ist ein Staffellauf, der sich aus den Vierkampf-Disziplinen Hürden-, Hindernis- und Slalomparcours zusammensetzt. Allerdings treten hier drei Hund-Mensch-Paare als Mannschaft an, sodass jedes Duo die Disziplin absolvieren kann, die ihnen am besten liegt. Und weil immer die gemeinsame Leistung zählt, müssen auch die Zweibeiner fit und schnell sein.

Altmann und Finn trainieren in der Regel zwei Mal die Woche für den Hundesport: einmal bei den Hundefreunden in Bad Hersfeld und einmal beim Verein von Altmanns Lebensgefährten, den THS Freunden Rhein-Main. Zusätzlich gehen die beiden Joggen, haben einen Dog-Scooter, spielen und üben Gehorsam.

Finn ist ein Hütehund. „Der Harzer Fuchs ist dazu geboren, um den ganzen Tag auf dem Feld zu arbeiten“, erklärt Altmann. „Diese Hunde wollen ihre eigenen Entscheidungen durchsetzen, das wurde ihnen angezüchtet.“ Entsprechend anspruchsvoll sei die Erziehung dieser Rasse.

Auch Finns Ausbildung ist bis heute Arbeit, sagt die Halterin. Aber die beiden sind ein eingespieltes Team. Das sei ist nicht nur beim Wettkampf an sich wichtig. Bei den Veranstaltungen, wo es oft turbulent und laut zugehe, spielen der Gehorsam und das Vertrauen eine ebenso große Rolle. Außerdem müssen die Hunde mit fremden Menschen umgehen können und sie an sich heranlassen. Bei Wettkämpfen und Turnieren stehe das Wohl der Hunde immer an erster Stelle, betont Altmann. Zudem gebe es strenge Voraussetzungen und Bedingungen für die Teilnahme. Um sich zu verbessern und weiterzuentwickeln nehmen Altmann und Finn auch regelmäßig an Seminaren teil. Dennoch stehe der Spaß bei den Turnieren immer an erster Stelle, so Altmann. „Das Wiedersehen der Freunde und gemeinsame Mitfiebern ist einfach ein Feeling, das man nie wieder missen will“, sagt sie.

(Laura Hellwig)

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