1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra
  4. Bad Hersfeld

Für die Handballer des TV Hersfeld geht es nur um den Klassenerhalt

Erstellt:

Kommentare

Die Durchschlagskraft fehlt: Hersfelds Spielmacher David Schikarski (in Weiß) gelang am Samstag lediglich ein Treffer per Siebenmeter.
Die Durchschlagskraft fehlt: Hersfelds Spielmacher David Schikarski (in Weiß) gelang am Samstag lediglich ein Treffer per Siebenmeter. © Stefan Kost-Siepl

Die Landesliga-Handballer des TV Hersfeld haben nach sieben Spielen 4:10 Punkte und sind in der Tabelle Drittletzter. Auch das Heimspiel gegen Dittershausen verloren die Hersfelder am Samstag.

Bad Hersfeld – „Es ist, wie es ist“. Diesen Satz hat Christian Weiß, Trainer des Handball-Landesligisten TV Hersfeld, in dieser noch jungen Saison bereits mehr als einmal gesagt. „Es ist, wie es ist“ – in diese Kategorie lässt sich auch die 28:34 (18:21)-Heimniederlage gegen die TSG Dittershausen einordnen.

Die ersatzgeschwächten Hersfelder begannen konfus, steigerten sich dann und kämpften sich in die Begegnung, glichen Mitte der zweiten Halbzeit aus – und verfielen in den letzten zehn Minuten wieder in alte Muster und mussten die Gäste letztlich davonziehen lassen. Die Zuschauer in der Geistalhalle bewiesen nach dem Abpfiff dennoch ein feines Gespür und spendeten den Akteuren des TVH aufmunternden Applaus. Vielleicht dachten sie sich: Es ist, wie es ist.

Nun ist Dittershausen ja keine Übermannschaft. Ein grundsolider Landesligist mit einigen Leistungsträgern wie unter anderem dem Ex-Rotenburger Spielmacher Moritz Gerlach, dem wuchtigen Rückraumspieler Christian Siebert oder auch Magnus Benedix. Nicht mehr und nicht weniger. Die Partie am Samstag aber hat eines schonungslos aufgezeigt: Beim TVH muss in dieser Saison alles passen, um schon eine mittelmäßige Landesliga-Mannschaft besiegen zu können.

„Wir haben auch heute nie so wirklich ins Spiel gefunden, dass ich das Gefühl hatte, wir werden es gewinnen“, gab Trainer Christian Weiß ehrlich zu. Natürlich hat auch Weiß erkannt, dass ein Großteil seines Teams nicht konstant 60 Minuten auf Landesliga-Level abrufen kann. „Man muss am Ende auch mal schauen, wer bei uns auf dem Feld steht. Wenn wir nicht komplett sind, wird es ganz schwer für uns. Dann reicht es halt immer irgendwo nicht“, sagt Weiß.

Am Samstag fehlten mit Torhüter Sascha Kepert, Andreas Krause und Lukas Berger drei absolute Leistungsträger. Teamkapitän Sven Wiegel brach nach starker erster Halbzeit und sechs Treffern von Rechtsaußen direkt aus der Halle in den Urlaub auf. Spielmacher David Schikarsi musste in der Schlussphase wegen muskulärer Probleme in der Wade passen. Die talentierten Rückraumspieler Jonas Rübenstahl und Finn Henning fehlen schon die ganze Saison langzeitverletzt.

„Wir hatten gute Phasen im Spiel. Aber mehr ist einfach nicht drin, wenn Leistungsträger wie Andreas Krause und Lukas Berger nicht dabei sind“, meint auch Torhüter Niklas Kürten, der nach wackligem Beginn in der zweiten Halbzeit ein starker Rückhalt war. Was den 20-Jährigen besonders wurmt: „Wenn man sieht, wie leicht Dittershausen – auch aus dem Rückraum – seine Tore macht und wie hart wir heute wieder fast für jeden Treffer kämpfen mussten, sagt das schon viel aus.“ Auch das zeigt: Es ist zurzeit so wie es ist beim TVH.

(Sascha Herrmann)

Auch interessant

Kommentare