"Shakespeare in Love" und "Hair" werden erneut gezeigt - Konzert mit Annett Louisan

Hersfelder Festspiele 2019: "Der Prozess" und "Funny Girl" auf dem Spielplan

+
Stellt den Spielplan für 2019 vor: Festspiel-Intendant Joern Hinkel (Mitte). Links Reinhard Faulstich, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, rechts Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling.

Das Schauspiel "Der Prozess" und das Musical "Funny Girl" stehen 2019 auf dem Spielpan der Bad Hersfelder Festspiele. Alle anderen Neuigkeiten verraten wir hier im Ticker.

+++ Aktualisiert um 11.35 Uhr +++

Der Kartenvorverkauf für die 69. Bad Hersfelder Festspiele soll am 15. November 2018 beginnen.

Themen, die auf der Spielplan-Pressekonferenz ebenso angesprochen wurden, waren das erneute Nein zur Festspiel gGmbH und das voraussichtliche Defizit der vergangenen Spielzeit sowie Sponsorenausfälle. 

Intendant Joern Hinkel verwies in diesem Zusammenhang noch einmal auf den Wunsch, längerfristig planen zu können als bisher.

Namen von Schauspielern wurden wie üblich bei der Vorstellung des Spielplans noch nicht genannt. Es gebe aber bereits Gespräche und erste Zusagen, so Hinkel.

Auch die restlichen Stücke - etwa am Eichhof oder das Kinderstück - werden üblicherweise erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Volles Haus: Die Vorstellung des Spielplans bei der Sparkasse in Bad Hersfeld verfolgten zahlreiche Medienvertreter sowie Vertreter von Stadt, Kommunalpolitik und Festspielen.

+++ Aktualisiert um 11.30 Uhr +++

Erneut aufgenommen werden 2019 folgende Produktionen: "Shakespeare in Love" in der Regie von Antoine Uitdehag und das Musical "Hair" inszeniert von Gil Mehmert. 

Ebenfalls wieder angeboten werden sollen Live-Konzerte. Eines steht auch bereits fest: Annett Louisan wird am 29. Juli 2019 in der Stiftsruine auftreten. Die Sängerin hatte dort bereits vor einigen Jahren ein Konzert gegeben.

+++ Aktualisiert um 11.25 Uhr +++

Als Musical wird Funny Girl auf dem Spielplan stehen, "die Liebesgeschichte zweier Spieler", so Hinkel. Stefan Huber inszeniert, der zuletzt mit "Titanic" einen großen Erfolg in Bad Hersfeld feierte. Die musikalische Leitung hat Christoph Wohlleben. Premiere feiert "Funny Girl" in Bad Hersfeld am 12. Juli.

In der Pressemitteilung der Festspiele heißt es zu "Funny Girl": "Hinreißende Songs und eine außergewöhnliche Liebesgeschichte – das ist das Musical FUNNY GIRL! Die Geschichte zweier Spieler: Fanny, die sich im Leben kaum behaupten kann, von Zweifeln geplagt, die aber auf der Bühne über sich hinauswächst und die Herzen der Zuschauer im Sturm erobert. Und Nick, gutaussehend, selbstbewusst, der glaubt, die Anerkennung seiner Mitmenschen nur durch seinen im Glücksspiel erworbenen Reichtum zu erhalten, der es aber nicht erträgt, sich von seiner erfolgreicheren Gattin Fanny ernähren zu lassen, sobald das Glück am Spieltisch ihn verlässt. 

Fanny Brice schaut auf ihr Leben zurück: alles begann mit dem Traum, ein Star zu werden. Nicht einfach, wenn man nicht sehr hübsch ist und die Eltern außerdem dagegen sind. Aber sie schafft es, in die berühmte Ziegfeld-Truppe aufgenommen zu werden, macht Karriere und trifft ihre große Liebe, den Glücksspieler Nick Arnstein. Sie heiratet ihn, bricht ihren Vertrag mit Ziegfeld und folgt ihrem Mann - merkt aber bald, dass ihr das Showgeschäft fehlt. Reumütig kehrt sie zu Ziegfeld zurück. Ihr Mann verwickelt sich weiter in fragwürdige Geschäfte. Beide können das Spiel nicht lassen...

Das Musical FUNNY GIRL hat einen realen Hintergrund und bezieht sich auf das Leben von Fanny Brice, eine US-amerikanische Komikerin, Entertainerin, Sängerin, Theater- und Filmschauspielerin ungarisch-jüdischer Abstammung. FUNNY GIRL wurde 1964 in Boston uraufgeführt und 1968 mit Barbra Streisand und Omar Sharif verfilmt."

+++ Aktualisiert um 11.15 Uhr ++++

"Der Prozess" von Franz Kafka ist laut Joern Hinkel, der den Roman bearbeitet hat und das Stück auch inszenieren wird, "der erste Psychothriller". Es passe in die Zeit und in die Stiftsruine, so Hinkel. Die Premiere wird am 5. Juli 2019 stattfinden.

In der Pressemitteilung der Festspiele heißt zu "Der Prozess": "Was Josef K. an seinem dreißigsten Geburtstag widerfährt, ist nur der Beginn einer atemberaubenden, irrwitzigen Odyssee. – Kafkas PROZESS, einer der ersten Psychothriller der Weltliteratur, sprüht vor komischen, absurden Situationen, ist manchmal tiefsinnig und traurig, aber genauso naiv und verspielt. Dass Kafka ein begeisterter Kinogänger und Witze-Erzähler war, merkt man den slapstick-haften Szenerien hier ganz besonders an.

Festspiel-Intendant Joern Hinkel hat den PROZESS eigens für die riesige Bühne der Bad Hersfelder Stiftsruine bearbeitet: „Kafka ist ein lustvoller Beschwörer der kleinen Absurditäten des Alltags, ganz klar ein Vorbild für die peniblen Wortverwicklungen eines Loriot, für den schwarzen Humor der Coen-Brüder oder die surrealen Traumlandschaften eines René Magritte. Sein PROZESS ist ein Fest der Poesie des Scheiterns, ein Sammelsurium außergewöhnlicher Liebesszenen in leeren Gerichtssälen, dunklen Gängen, Nachbarszimmern, Büros und verwinkelten Küchenschränken, ein Zeremoniell des bürokratischen Irrsinns, ein schillerndes Panoptikum zärtlicher, hilfloser, finsterer, lebenshungriger Figuren“ betont Hinkel, „und ein Plädoyer gegen die Verletzung der Grundrechte. Kafkas Roman war selten so aktuell wie heute!“

Der Bankangestellte Josef K. wird am Morgen seines dreißigsten Geburtstags in seinem Schlafzimmer verhaftet. Die beiden Herren, die plötzlich im Auftrag des Gerichts neben seinem Bett stehen und ihm genüsslich sein Frühstück wegessen, nennen ihm keine Gründe dafür. Vergeblich versucht er herauszufinden, weshalb er angeklagt wurde. Auf seiner fieberhaften Suche nach den Gründen irrt er durch ein mysteriöses, nicht greifbares Gerichtsgebäude, dessen Kanzleien sich auf den Dachböden heruntergekommener Mietskasernen befinden. Am Ende findet er sich in einer leeren Kathedrale wieder: hier sucht er nach Klarheit, nach Erlösung, doch selbst der Kaplan arbeitet im Auftrag des Gerichts.

Kafkas Prozess – eine Hymne an die Fantasie, ein Hohelied der Liebe aus heiterem Himmel, ein Irrgarten, eine Komödie im Dunkeln, ein fiebernder Weckruf, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen!"

Ende vergangener Woche war bekannt geworden, dass die Festspiele wie schon 2017 ein sechsstelliges Defizit aufweisen.

Das wird wichtig im Jahr 2019: Festspiele, Hessentag, Wahlen: Hier gibt es eine große Übersicht über Termine, Ereignisse und Veranstaltungen im neuen Jahr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.