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Festspiele: Fabian Hanis spielt Knox bei „Club der toten Dichter“

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Trinkt lieber Tee: Fabian Hanis ist kein Fan von Kaffee.
Trinkt lieber Tee: Fabian Hanis ist kein Fan von Kaffee. © Märthe Werder

Er war schon immer musikalisch und spielte bereits in der Schule Schlagzeug. Doch sein Interesse für die Schauspielerei entdeckte Fabian Hanis erst mit der Zeit. Jetzt steht er auf der Bühne der Bad Hersfelder Festspiele.

Bad Hersfeld – Eigentlich wollte Hanis bis er 16 Jahre alt war Ingenieur werden. „Ich wollte Roboter bauen, das war mein Kindheitstraum“. Doch heute steht er lieber auf der Bühne oder vor der Kamera. Seine Leidenschaft hat er entdeckt, als er an seiner Schule als Schlagzeuger in der Musical AG eingesprungen ist.

„Da hab ich die Leute auf der Bühne gesehen und wollte auch lieber auf der Bühne stehen.“ Und das tut der 21-Jährige aktuell als Knox Overstreet im Club der toten Dichter.

Hanis stammt ursprünglich aus Saarbrücken, lebt inzwischen seit zwei Jahren in Potsdam und studiert dort Schauspiel. Er ist zum ersten Mal in Bad Hersfeld. „Es ist eine super schöne Stadt, die auch sehr beruhigend ist“.

Als er zwischendurch in Berlin war, sei er von den vielen Menschen manchmal überfordert gewesen. „Das ist mir vorher noch nie so aufgefallen“, erzählt der Nachwuchsschauspieler. Er stehe hier zum ersten Mal auf einer Freiluftbühne. „Ich würde mir wünschen mal bei Regen zu spielen.“ Da die Mittagsvorstellungen super heiß sind, wäre das mal eine angenehme Abkühlung, meint Hanis.

Die Festspiele hätten etwas Besonderes: „Ich glaube, an anderen Theatern würde das Publikum mir nicht so viel Energie geben“, erklärt er. Hanis würde auf alle Fälle wieder zu den Festspielen kommen.

Amerikanische Liebesfilme haben es ihm angetan

Knox Overstreet ist ein Romantiker, der versucht, das Herz von Chris zu erobern, unter anderem mit einem Gedicht. Romantisch ist auch Fabian Hanis im echten Leben. Ein Gedicht würde er einem Mädchen aber nicht schreiben. „Ich glaub, das habe ich in meiner Jugend zu oft getan und bin damit immer auf die Nase gefallen“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Besonders amerikanische Liebesfilme haben es ihm aktuell angetan.

Zum Frühstück isst der Saarländer immer Müsli. Einem Kaffee kann er nichts abgewinnen. „Ich finde es immer faszinierend, wenn alle ohne Kaffee gar nicht leben können. Ich kenne dieses Gefühl nicht“. Die Schauspielerei hat ihn verändert – sie habe ihn spontaner und offener gemacht. „Ich kann auch akzeptieren, wenn es mal nicht wie geplant läuft und trotzdem meinen Platz in der Welt finden.“

Sein Traum ist es, Kinofilme zu machen. Natürlich als Schauspieler, aber er würde sich auch gerne in der Regie probieren. In der Schule hat er im Musical „Der Zauberer von Oz“ den Blechmann gespielt. „Was ich gerne mal machen würde, wäre in einem Musicalfilm mitzuspielen.“ Die Kombination aus Musical und Film wäre genau das Richtige für ihn.

Sportlich ist Hanis ebenfalls. Seit einem Jahr macht er Geräteturnen und Tricking, eine Kombination aus Kampfsport und Akrobatik. Im Stück zeigt er eine Radwende mit einem anschließenden Rückwärtssalto. „Bei der Generalprobe habe ich das angeboten und alle waren begeistert.“ Ursprünglich wollte er einen Rückwärtssalto im Stand machen, wegen einer Verletzung war ihm das aber zu unsicher.

Bei so einem Sprung könne man sich auf nichts anderes konzentrieren. „Man ist dabei immer zu 100 Prozent im Moment und das versuche ich als Schauspieler auch – Die ganze Zeit im Moment zu sein“.

(Märthe Werder)

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