Demonstration gegen die lange Unterbringungszeit in der provisorischen Notunterkunft

Flüchtlinge brechen Protestaktion vor dem Herkules-Markt ab

Protest mit Kinderwagen: Mehrere Flüchtlingsfamilie harren in der Kälte vor dem Herkules-Markt aus. Foto: Struthoff

Bad Hersfeld. Mehrere Familien mit kleinen Kindern, die vor der Notunterkunft im ehemaligen Herkules-Markt in Bad Hersfeld protestiert hatten, haben ihre Aktion in der Nacht zu Donnerstag beendet.

Nach Informationen unserer Zeitung ließen sich die Flüchtlinge am späten Mittwochabend von der Polizei überzeugen, doch nicht länger in der Kälte auszuharren. Auch am Morgen waren keine Demonstranten vor dem Markt zu sehen.

Aktualisiert um 8.54 Uhr

Die Flüchtlinge, die überwiegend aus Syrien und dem Irak kommen, sind nach eigenen Angaben bereits seit Ende November in der als Notquartier gedachten Einrichtung untergebracht. Eigentlich sollten die Menschen dort maximal für zwei Wochen ein erstes Dach über dem Kopf finden, bevor sie auf andere Einrichtungen verteilt werden. Dagegen protestierten sie vor der Notunterkunft.

Die Aktion hatte zu heftigen Reaktionen in den sozialen Medien geführt. Am Donnerstag will sich Landrat Dr. Michael Koch ein Bild von der Lage vor Ort machen.

Am Mittwoch hatte er in einer ersten Reaktion gesagt, er könne er die Proteste nicht nachvollziehen. „Ich verstehe, dass die Menschen andere Erwartungen haben, aber ich halte die Unterbringung im Herkules-Markt für absolut menschenwürdig“, sagte Landrat Koch.

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