Festspiele

Freitag ist Premiere von "Funny Girl" in der Hersfelder Stiftsruine

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Glamouröse Kostüme und eine große Showtreppe gehören einfach dazu bei einem Musical, das in den 1920er Jahren am Broadway spielt. In der Hauptrolle von „Funny Girl“ ist Katharine Mehrling (Bild)zu sehen. Heute Abend ist Premiere.

Fanny Brice hat einen Traum. Sie will zum Theater, sie will tanzen und singen, sie will Karriere machen. Aber Fanny ist nicht hübsch und eher ungelenk.

Doch Fanny beißt sich durch. Mit ungeheurem Eifer und großem Ehrgeiz arbeitet sie an sich, nimmt Tanz- und Gesangsunterricht und erhält schließlich ihr erstes Engagement. Mit ihrem ausgeprägten komischen Talent fällt sie schließlich Florenz Ziegfeld auf, dem legendären Produzenten großer Broadway-Shows, der sie engagiert.

Auch privat scheint es gut zu laufen für Fanny Brice. Sie lernt den eleganten Nick Arnstein kennen und die beiden verlieben sich ineinander.

Das Musical „Funny Girl“, das 1964 mit der damals 22 Jahre alten Barbra Streisand in der Hauptrolle am Broadway Premiere hatte, ist wie die meisten amerikanischen Musicals eine Gemeinschaftsproduktion: Die Musik schrieb Jule Styne, die Songtexte Bob Merrill und das Buch stammt von Isobel Lennart. Es entstand nach der Lebensgeschichte von Fanny Brice (1891 bis 1951), die zwischen 1910 und 1936 ein Broadway-Star war. Ihre Geschichte wurde auch verfilmt, ebenfalls mit Barbra Streisand sowie mit Omar Sharif als Nick Arnstein.

Fanny liebt Nick, bricht sogar ihren Vertrag mit Ziegfeld und folgt ihrem Mann – merkt aber bald, dass ihr das Showgeschäft fehlt. Nick Arnstein ist ein professioneller Spieler, ein Dieb und Betrüger. Er ist untreu und ständig in dubiose Geschäfte verstrickt, muss zeitweilig sogar ins Gefängnis. Fanny Brice hält lange zu ihm, will Partnerin sein, auch bei seinen Geschäften. Doch sie kehrt zum Theater zurück und feiert eigene Erfolge, die ihr auch finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht. Das Paar lässt sich schließlich scheiden.

„Funny Girl“ ist die Geschichte zweier Spieler, die immer hin- und hergerissen sind zwischen ihren Gefühlen zueinander und der Leidenschaft für ihr jeweiliges Spiel. Es ist die tragisch-schöne Geschichte einer Liebe und es erzählt von einer starken, emanzipierten Frau.

In Bad Hersfeld spielt Katharine Mehrling die Fanny Brice. Mehrling lebt und arbeitet in Berlin, wo sie mehrfach als beliebteste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. Sie ist zudem aus zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen bekannt.

Nick Arnstein wird von Alen Hodzovic dargestellt. Er hat zahlreiche Hauptrollen in Musical, Operette und Schauspiel verkörpert und war in Bad Hersfeld als Schiffskonstrukteur Thomas Andres im Musical „Titanic“ zu erleben.

Wie üblich in Bad Hersfeld sorgt ein Orchester unter der Leitung von Christoph Wohlleben für die Musik in der Stiftsruine.

Für alle Vorstellungen (12., 14., 17., 20., 21., 22., 24., 26., 27., 28., und 30. Juli, 2., 3., 4., 5., 7., 9., 10., 11., 14., 17., 18., und 19. August) gibt es noch Karten, doch es empfiehlt sich, schnell zu sein.

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