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Zwischen den Zeilen: Frühlingshafte Blütenpracht macht Freude

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Von: Christine Zacharias

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Christine Zacharias, Redakteurin Hersfelder Zeitung
Christine Zacharias, Redakteurin Hersfelder Zeitung © Maaz, Nadine

Um ein Gerücht und Gastronomie-Pläne geht es in der Kolumne Zwischen den Zeilen von Christine Zacharias.

Im Frühling ist Bad Hersfeld immer ganz besonders schön. Überall an den Straßenrändern und auf den Verkehrsinseln und Kreiseln blüht es prächtig – Krokusse, Osterglocken, Tulpen, Primeln. Alles, was das wintermüde Herz begehrt. Ermöglicht werde das durch das Vermächtnis einer alten Dame, die der Stadt für den Blumenschmuck Geld vererbt habe, wurde kürzlich in der Stadt erzählt.

Wie die meisten Geschichten, habe auch diese einen wahren Kern, teilte Pressesprecher Meik Ebert auf Anfrage mit.

Tatsächlich hat eine alte Dame der Stadt Geld gespendet für den Blumenschmuck. Allerdings wünschte sie sich die Blumen für den neuen Teil des Friedhofs am Frauenberg. Dort ist das Grab ihres Mannes und das wollte sie gerne in blühender Umgebung sehen. Also wurden auf dem Friedhof zahlreiche Blumenzwiebeln in die Erde gebracht und erfreuen die Besucher mit üppigem Blütenschmuck. An allen anderen Stellen in der Stadt werde die frühlingshafte Blütenpracht aus den Mitteln der laufenden Unterhaltung finanziert berichtet Ebert. Nun weiß jeder, der in der Stadt unterwegs ist, dass an vielen Stellen, vor allem den Straßen, die laufende Unterhaltung dringend nötig wäre. Trotzdem ist es schön, dass so viele Blumen blühen. Das füllt zwar keine Schlaglöcher, macht aber Menschen glücklich – und das ist wichtig in diesen schlimmen Zeiten.

Positive Signale hört man auch aus dem Konrads, dem Lokal im Mitmachmuseum „wortreich“, das schon seit Jahren geschlossen ist. Das wurde jetzt von dem Caterer Andreas Berg übernommen. Er will zunächst einmal nur die Küche nutzen, um dort für seine Kunden zu kochen und ist auch, so erzählt er, bis zum Herbst ziemlich ausgelastet. Trotzdem hat er schon mal den Gastraum umgebaut – im Industrie-Look, passend zum Gebäude. Er möchte dort Sushi-Kurse anbieten oder Themenabende veranstalten. Auch für private Feiern und Events können die Räume gemietet werden. Ein reguläres Restaurant sei in dieser Lage, ein wenig abseits vom Zentrum, schwer zu betreiben, sagt Berg. Aber er denkt über ein Frühstücksbuffet nach. Da könnte die Stadt noch ein gutes Angebot vertragen, ist er überzeugt. Auch einen Mittagstisch kann Berg sich vorstellen. Es tut sich also was.

Drei starke Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Bad Hersfeld stehen inzwischen fest. Sie alle haben angekündigt, uns in den nächsten Wochen genauer über ihre Ziele und Visionen zu informieren. Wir dürfen gespannt sein. Von diesen konkreten Plänen dürfte es auch abhängen, welchen Kandidaten die Parteien ohne eigenen Bewerber unterstützen. Theoretisch ist auch immer noch möglich, dass weitere Bewerber ihren Hut in den Ring werfen. Denn bis zum 11. Juli läuft noch die Bewerbungsfrist. (Christine Zacharias)

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