Selbst Orakel Emma hat die Faxen dicke:

Fußballfans aus dem Kreis maßlos enttäuscht über das deutsche WM-Aus

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Emma hat die Faxen dicke: Hundemüde vom Mitzittern und -leiden mit dem Spiel der deutschen Mannschaft, so scheint es, hat sich unser WM-Orakel erst mal schlafen gelegt. Auf einem Kissen mit vielen, vielen Sternen – während es mit dem fünften Stern für die deutschen Kicker nichts wurde. Vielleicht träumt Emma ja von einem weiteren Kroos-Freistoß. Oder immerhin einem schnellen, durchdachten Angriff der deutschen Mannschaft. Das wäre auch für uns ein Traum gewesen ...

Hersfeld-Rotenburg. Fußball-Deutschland trauert. Auch die Fans im Kreis sind maßlos enttäuscht über das WM-Aus der deutschen Elf. Wir haben bekannte Sportfreunde befragt. 

Ein Satz mit X: War wohl nix. Die Fußball-Weltmeisterschaft ist für Deutschland beendet. Und wie alle Fans, die es mit der deutschen Elf gehalten haben, sind auch Prominente im Kreis enttäuscht, die dem Sport im Allgemeinen und dem Fußball im Besonderen verbunden sind.

In den Räumen der Gemeindeverwaltung Friedewald schaute Bürgermeister Dirk Noll mit den Mitarbeitern gemeinsam das Spiel. Dem Verwaltungschef, in seiner aktiven Zeit erfolgreich für den ESV Hönebach am Ball, war schon recht früh klar: „Das wird wohl nichts mehr.“

Deutschland auf Halbmast: Schon kurz nach Spielschluss am Mittwoch war diese Fahne an einem Imbiss in Bad Hersfeld an der Dudenstraße zu sehen.

Und weil es nichts wurde, fallen in der Verwaltung auch die Fernseh-Planungen für das Achtelfinale, das wieder ein Nachmittags-Kick gewesen wäre, ins Wasser. „Eine WM ohne Deutschland, das ist doch nur halb so schön“, findet Noll, der aber das Geschehen weiter verfolgen und am ehesten Spanien und Portugal die Daumen drücken will: „Es wäre schön, wenn eine europäische Mannschaft Weltmeister wird.“

Die kürzeste Antwort auf unsere Fragen kommt von Kujtim Mustafi. Der Vater des aus Bebra stammenden Arsenal-Profis Shkodran Mustafi, den der Bundestrainer nicht für sein Aufgebot berücksichtigte, sagt: „Sie haben das Spiel doch auch gesehen.“ Und: „Nein, ich möchte mich dazu nicht äußern.“

„Ab jetzt kann ich die WM genießen“, sagt Heide Aust, Chefin der Sportmarketingagentur Speed in Neuenstein, mit bitterer Ironie. Und erklärt: „Drei Spieltage lang haben wir ja mit der deutschen Elf gelitten.“ Das Ausscheiden ist für sie von der Leistung her absolut verdient. Besonders enttäuschend findet sie, dass hinter der Mannschaft ein großes Team steht, dass für Fitness und mentale Stärke zuständig ist – „das hat wohl nicht gereicht“, bedauert Aust. Als Fan des Offensivfußballs fände sie es gut, wenn nun die belgische Mannschaft weit käme.

Karten fürs Achtelfinale

„Maßlos enttäuscht“ ist Andre Stenda, Bürgermeister der Gemeinde Hohenroda – und das im doppelten Sinn. Zum Frust über das Aus der deutschen Elf kommt die Erkenntnis, Karten fürs falsche Spiel zu haben. Stenda fliegt am Sonntag mit der deutschen Nationalmannschaft der Bürgermeister nach Russland. Neben Spielen gegen die Nationalelf der russischen Verwaltungschefs sowie Behördenauswahlen steht der Besuch des WM-Achtelfinalspiels in St. Petersburg auf dem Programm, wo er Deutschland erhofft hatte. „Schauen wir uns eben Schweden gegen die Schweiz an“, sagt Stenda mit Galgenhumor. Er bedauert, dass nun das Flair und die Stimmung mit den deutschen Fans verloren gehen. Und er muss mit seiner Mannschaft jetzt selbst die Kohlen für Deutschland aus dem Feuer holen.

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