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Zehn Anzeigen in zwei Stunden: Polizei kontrollierte in der Hersfelder Fußgängerzone

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Das Bild zeigt Polizist Jörg Engel, der gerade einen Radfahrer angehalten hat.
Noch mal Glück gehabt: Bei der Kontrolle spricht Jörg Engel bei diesem Radfahrer nur eine Verwarnung aus. © Märthe Werder

Radfahrer, E-Scooter- und Autofahrer hatte die Polizei bei einer Schwerpunktkontrolle in der Bad Hersfelder Fußgängerzone im Blick.

Bad Hersfeld – 25 Euro Strafe kostet es, wenn ein Radfahrer innerhalb einer Fußgängerzone auf dem Fahrrad erwischt wird. In der Fußgängerzone von Bad Hersfeld wurden am Montag innerhalb von zwei Stunden sieben Radfahrer angehalten, die zur Kasse gebeten wurden. Im Rahmen der Aktion „Schwächere Verkehrsteilnehmer“ waren sechs Polizeibeamte unterwegs und kontrollierten Radfahrer, E-Scooter- und Autofahrer.

In den nächsten zwei Wochen finden noch weitere Schwerpunktkontrollen statt, unter anderem zum Thema Parken auf Geh- und Radwegen.

Die Anzahl an E-Scootern habe zugenommen, so Jörg Hämmelmann vom Regionalen Verkehrsdienst Hersfeld-Rotenburg. Viele fahren ohne gültige Versicherungsplakette, was strafbar ist. Auch in Fußgängerzonen darf nicht damit gefahren werden.

„Die Kontrollen haben einen präventiven Charakter“, sagt Hämmelmann. In einem Zweierteam war er mit seinem Kollegen Jörg Engel gut zweieinhalb Stunden in Bad Hersfeld unterwegs. Bei manchen Radfahrern reichte bereits die Präsenz der beiden Beamten aus, um vom Rad zu steigen. Mit anderen Leuten wechselten sie einige Worte und machten sie auf das Fahrverbot aufmerksam. In Bad Hersfeld ist es nämlich nicht ganz so einfach mit dem Fahrrad. Einige Bereiche der Innenstadt dürfen mit dem Fahrrad erkundet werden, andere hingegen nicht. Auch die Beschilderung ist dabei nicht immer ausreichend vorhanden oder im Blickfeld. Es dürfe auch nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden, so der Polizist, was jedoch schwer zu überprüfen sei.

Gleiches gilt für Lieferwagen, die auf dem Linggplatz zu festen Lieferzeiten mit Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen. Doch auch außerhalb dieser Zeiten haben beispielsweise Handwerkerfirmen in der Fußgängerzone Ausnahmegenehmigungen. Hämmelmann hält ein Auto in der Löhrgasse an. Der Fahrer hat eine Genehmigung auf dem Armaturenbrett liegen. Der Polizist prüft die Gültigkeit – alles in Ordnung, der Fahrer darf weiter fahren. Ein anderes Zweierteam ahndet hingegen drei Kraftfahrzeugführer, die unerlaubt in der Fußgängerzone unterwegs sind.

Wer sein Geld anders investieren will, sollte sich in Fußgängerzonen also lieber an die Regeln halten. (mlw)

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