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Geburtenrate im Landkreis Hersfeld-Rotenburg steigt wieder

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Von: Carolin Eberth

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Eine Frau hält die Hand eines Neugeborenen
Eine Frau hält die Hand eines Neugeborenen. © Sebastian Gollnow/dpa

Erstmals seit 2019 keine Abnahme – Spitzenmonat ist August

Hersfeld-Rotenburg – Von einem Babyboom dank Corona-Pandemie kann im Landkreis Hersfeld-Rotenburg zwar nicht gesprochen werden, jedoch ist die Geburtenrate erstmals seit 2019 wieder leicht angestiegen.

835 Geburten hat Matthias Heyer vom Bad Hersfelder Standesamt zwischen Januar 2022 und Mitte Dezember beurkundet. Heyer geht davon aus, dass bis zum Jahreswechsel noch ungefähr 40 weitere Geburten hinzukommen werden. Das würde bedeuten, dass ungefähr 875 Babys das Licht der Welt in diesem Jahr in Bad Hersfeld erblickt haben werden.

Im vergangenen Jahr waren es 835, also 40 weniger. 2020 waren 905 Geburten beurkundet worden, 2019 waren es 987 und 2018 waren es 917. „Die Zahlen sind seit mehreren Jahren stabil um die neunhundert Geburten. Schwankungen durch die Pandemie habe ich keine festgestellt“, sagt Heyer.

Rekorde habe es dafür 2016 mit 1043 und 2017 mit 1022 Geburten gegeben. Grund dafür sei unter anderem die Flüchtlingswelle gewesen, mit der Flüchtlingsunterkunft in Rotenburg, so Heyer.

Das Standesamt in der Kreisstadt beurkundet alle Geburten im Klinikum mit der einzig verbliebenen Geburtshilfestation im Landkreis. Es erfasst somit fast alle Neugeborenen aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg. Zwar bringt nicht jede Mutter aus dem Kreis ihr Kind im hiesigen Klinikum zur Welt, aber ein Großteil. Hinzu kommen andererseits Eltern aus den Nachbarkreisen. Hausgeburten kommen eher selten vor.

Die meisten Geburten gab es 2022 im Monat August mit 87. Die wenigsten Kinder, nur 57, wurden laut Matthias Heyer im April dieses Jahres geboren. 2021 war ebenfalls der August mit 80 Geburten der Spitzenmonat und der Februar der Monat mit den wenigsten Babys (57).

Die 835 beurkundeten Geburten bis Mitte Dezember 2022 gliedern sich in 426 Mädchen (51,02 Prozent) und 409 Jungs (48,98 Prozent) – darunter vier Zwillingsgeburten (vier Mädchen und vier Jungen). Vergangenes Jahr gab es ein Hoch an Zwillingsgeburten: 18 Paare, darunter elf Mädchen und sieben Jungen.

(Carolin Eberth)

Foto: natascha terjung/archiv

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